Bockhorn - Die CDU-SPD-Gruppe im Bockhorner Rat fordert: „Das Verkehrskonzept für Bockhorn muss endlich Fahrt aufnehmen.“ Die Gruppe sieht laut Aussage von Thorsten Krettek „dringenden Handlungsbedarf“.
Im November 2011 hatte die CDU Bockhorn beantragt, dass ein Verkehrskonzept erstellt werden müsse. Im Dezember 2013 wurde das Vorhaben einstimmig im Verwaltungsausschuss beschlossen.
Jetzt muss es nach Aussage von CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Krettek endlich losgehen: „Im letzten Jahr ging es noch darum, mögliche weitere Fördertöpfe zu erschließen. Jetzt wird es wirklich Zeit, dass die Arbeit am Verkehrskonzept Fahrt aufnimmt.“
Tempobegrenzungen
Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Johann Helmerichs, stimmt zu: „CDU und SPD haben mehrere Anträge gestellt, die im Rahmen des Konzeptes behandelt werden sollen. Dabei geht es unter anderem um barrierefreie Haltestellen, den Ausbau des Radwegenetzes, Tempobegrenzungen im Innenbereich oder auch um den Zustand der Bürgersteige.“
Beide hoffen, dass beim nächsten Treffen des Arbeitskreises Verkehr endlich der Startschuss fällt. „Das Thema Schulwegsicherheit müssen wir ebenfalls endlich voran bringen. Eine Umfrage des Präventionsrates mit vielen guten Handlungsempfehlungen wurde dem Gemeinderat bereits in der letzten Ratsperiode vorgestellt – ohne konkrete Konsequenzen“, ergänzt Krettek.
Mehr Geld für Reparatur
Parallel zum Verkehrskonzept wird die CDU-SPD-Gruppe auch ihr Bemühen verstärken, mehr Mittel für die Sanierung der Bockhorner Straßen in den Haushalt einzustellen. Johann Helmerichs sieht die Gemeinde in der Pflicht: „Wir dürfen nicht warten, bis wir eine Sanierungslawine vor uns herschieben, die wir nicht mehr bewältigen können.“
Die Kritik von Rolf Scherer am Antrag von CDU und SPD zur Erhöhung der Haushaltsmittel für den Straßenbau könne er nicht nachvollziehen, sagt Thorsten Krettek.
„Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, im Ablauf einer Haushaltserstellung bei verschiedenen Punkten zu einer Neubewertung zu kommen. Unser Antrag verstieß auch nicht, wie behauptet, gegen geltendes Recht. Einen Antrag abzulehnen, weil man keine Lust hat, den Haushaltsentwurf noch einmal zu überdenken, das ist schon ein starkes Stück. Wer mit wachen Augen durch Bockhorn geht, sieht, dass viel zu tun ist“, so Krettek.
