Ganderkesee - Fast alle Fraktionen waren sich einig, als es am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr um den Ausbau des nördlichen Rings in Ganderkesee ging: Ein Verzicht auf Parkplätze zu Gunsten einer kleinen Grünflüche, wie vom Orts- und Heimatverein Ganderkesee gewünscht, kommt nicht in Frage.
„Ganderkesee lebt davon, dass die Leute bequem mit dem Auto zum Einkaufen fahren können“, meinte CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach. „Wir sollten dem Wunsch der Geschäftswelt folgen.“ Die Werbegemeinschaft „Gantermarkt“ betrachtet die drei vor dem Haus Ring 12 geplanten Parkplätze als wichtig für die Kunden.
Auch Christel Zießler (SPD), Marion Daniel (FDP) und Arnold Hansen (Freie Wähler) sprachen sich für den Beibehalt der bisherigen Planung aus. Allein die Grünen sahen das anders: „Es gibt Parkplätze genug“, fand Dr. Volker Schulz-Berendt.
Zuvor hatte Siegfried Preuß als Vertreter des Orts- und Heimatvereins dessen Wünsche noch einmal erläutert: Neben der Grünfläche gehe es dem Verein vor allem auch um einen breiteren Fußweg vor dem Haus Ring 12 und eine sichere Anbindung an den Fußweg vor dem evangelischen Gemeindehaus. Stellenweise sei der Sanierungsbereich zu eng beplant worden.
Gegen die Stimmen der Grünen wurde der Verzicht auf die Parkplätze aber mehrheitlich abgelehnt. Damit sei die Chance vertan worden, einen historischen Platz im Ortskern aufzuwerten, ärgert sich Udo Herrmann, der als Mitglied des Orts- und Heimatvereins die Sitzung verfolgte. „Es wurde nur über die Parkplätze geredet, nicht über die Zweckmäßigkeit einer gefälligeren Wegführung.“
