• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

KIRCHENTAG: Politiker sind plötzlich Schwestern und Brüder

22.05.2009

BREMEN Plötzlich sind sie alle Schwestern und Brüder. Auf dem Kirchentag muss es nach Ansicht vieler Politiker geschwisterlich zugehen. Deshalb benutzen alle Grußwort-Redner zum Auftakt die Anrede „Liebe Schwestern und Brüder“. Akzeptiert wird sie vom Kirchentagsvolk allerdings eher bei Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode oder Bundespräsident Horst Köhler – Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen haben es da schon viel schwerer.

Eine Art Heimspiel ist der Kirchentagsauftritt für die evangelische Pfarrerstochter Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin appellierte an die Menschen, den Mut aufzubringen, für ihre Werte und politischen Grundüberzeugung einzustehen. Steinmeier forderte, Guantánamo-Gefangene müssten auch in Deutschland aufgenommen werden. „Das ist eine Frage der Menschenwürde in einer solidarischen Welt“, sagte er unter dem Applaus des Publikums.

Bundespräsident Horst Köhler rief in seinem Grußwort die Menschen dazu auf, sich für eine solidarische und gerechte Welt einzusetzen. „Jeder kann seinen Beitrag leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen.“ Im Kampf gegen Armut und Klimawandel müssten alle zusammenarbeiten, der Egoismus müsse überwunden werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan rief zu radikalen Reformen im deutschen Bildungssystem auf. Künftig müsse die Teilhabe für alle Menschen im Mittelpunkt stehen.

Europa müsse Verantwortung für Afrika übernehmen, forderte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Europa habe mehr als andere Regionen der Welt zur Globalisierung beigetragen, sagte der Minister. In der Flüchtlingspolitik werbe er für ein gemeinsames europäisches Vorgehen.

Am Abend sprachen Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Weltbankchef Robert Zoellick über Verantwortung in der globalen Krise.

Bei einer Diskussionsrunde zu 60 Jahren Grundgesetz unterstrich Altbundespräsident Richard von Weizsäcker die Bedeutung der Verfassung für die Bürgerdemokratie. Allerdings sei die Demokratie „gefährdet durch Abschalten, Gleichgültigkeit, Wahlenthaltung und das Gefühl, die da oben machen doch, was sie wollen“.

Kirchentagspräsidentin Karin von Welck sieht einen Hoffnungsschimmer in der Gesellschaft. „Das Ende der Neid-und-Gier-Phase scheint gekommen zu sein“, sagte die Hamburger Kultursenatorin. Scharfe Kritik übte sie an der Aberkennung des Hessischen Kulturpreises für den Islamwissenschaftler Navid Kermani wegen dessen Kritik an der christlichen Kreuzestheologie. Dies sei Intoleranz gegenüber einem offenen christlich-muslimischen Dialog auf Augenhöhe.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.