„Zießler: ,Bürger fühlen sich veräppelt’“ (NWZ vom 10. Dezember) und weitere Berichte zur Diskussion um einen Kreisel an der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal

Seit nunmehr 25 Jahren ist der Kreisel an der Westtangente in Bookhorn ein politisches Thema. Offensichtlich gab es – zumindest in der längeren Vergangenheit – keinen politischen Willen, die dafür erforderlichen Mehrheiten zu beschaffen. Erst in der kürzeren Vergangenheit hat sich die Verwaltung um die Umsetzung des Vorhabens gekümmert. (...)

In der Finanzausschusssitzung am 28. November war ein Kostenbudget von 100 000 Euro für Planungsarbeiten und den Ankauf von Grundstücken für den Kreisel eingeplant. Bedingt durch eine noch am 2. Dezember stattfindende Besprechung mit einem der Grundstückseigentümer wurde der Vorschlag aus dem Haushaltsplan gestrichen, allerdings mit der Maßgabe, falls die Besprechung vom 2. Dezember positiv verlaufen würde, den Betrag in der Verwaltungsausschusssitzung am 4. Dezember wieder in den Plan aufzunehmen. Dieses Votum kam eindeutig von der SPD-Fraktion. Die CDU- und FDP-Fraktion hat sich dem auch nicht verschlossen und sogar Herr Hansen von den Freien Wählern hat sich so geäußert, dass er als Demokrat den politischen Willen mittragen würde.

Nachdem die Verhandlung am 2. Dezember für die Verwaltung positiv verlaufen ist und damit der Weg für den Ankauf der für den Kreisel erforderlichen Flächen frei war, hat die Verwaltung dem Gemeinderat die Einstellung des Betrages am 4. Dezember empfohlen. Obwohl der politische Wille am 28. November deutlich gegenüber den Zuhörern der Finanzausschusssitzung bekundet wurde, ist offensichtlich in der Verwaltungsausschusssitzung vom 4. Dezember eine Kehrtwendung dergestalt gemacht worden, die dafür erforderlichen Mittel eben nicht einzustellen. (...)

Damit scheint der Kreisel in weite Ferne gerückt und die Gefahrenstelle Bookhorn/Westtangente bleibt uns erhalten bzw. wird sich verschlimmern, da im Gewerbegebiet sich weitere Firmen ansiedeln und sich dadurch der Lkw- und Schwerlastverkehr noch wesentlich erhöhen wird. Wird hier übersehen, dass die Kreuzung die einzige nördliche Verbindung zum Gewerbegebiet ist?

Werner Bollhagen Ganderkesee