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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trump und Merkel: Es bleibt beim Gedankenaustausch

06.06.2019

Portsmouth Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump haben sich erstmals seit etwa einem halben Jahr zu einem kurzen Meinungsaustausch getroffen. Merkel und Trump kamen am Mittwoch am Rande eines eng getakteten Ablaufes der D-Day-Feierlichkeiten im britischen Portsmouth zusammen. Nach Angaben einer deutschen Regierungssprecherin wurden die Lage in Europa nach den Europawahlen sowie der Kampf gegen den Terrorismus besonders in Nordafrika und der Sahelzone angesprochen. Die Kanzlerin hatte sich kürzlich bei einer Afrikareise über die Lage in der Region informiert.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte mit, Trump und Merkel hätten die aktuelle Situation in Libyen und die sich verschlechternde Lage in West-Afrika besprochen. Sie hätten sich darauf geeinigt, ihre Gespräche beim G20-Gipfel Ende des Monats im japanischen Osaka fortzusetzen. An der Unterredung nahmen auch Trumps Sicherheitsberater John Bolton und sein Stabschef Mick Mulvaney teil.

Merkel und Trump waren in der südenglischen Hafenstadt bei der Feier zum Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg. Auch die britische Königin Elizabeth II., Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles sowie der französische Präsident Emmanuel Macron waren dabei.

Die ganze Grafik finden Sie hier als pdf.

Merkel war vergangene Woche in den USA, dort aber nicht mit Trump zusammengekommen. Am vergangenen Donnerstag hielt die Kanzlerin eine Ansprache vor den Absolventen der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge bei Boston. Dabei grenzte sich Merkel scharf von der nationalistischen und protektionistischen Politik Trumps ab.

Zuletzt hatte Merkel den US-Präsidenten Anfang Dezember am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires zu einem Gespräch getroffen. Auch bei der Trauerfeier für den früheren US-Präsidenten George H. W. Bush am 5. Dezember waren Merkel und Trump zugegen. Zuletzt, so heißt es, hätten beide am 22. März telefoniert.

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