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NWZonline.de Nachrichten Politik

Premier May kündigt „sorgfältige Untersuchung“ an

16.06.2017

London Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London hat die britische Premierministerin Theresa May eine „sorgfältige Untersuchung“ angekündigt. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May am Mittwochabend.

Die Regierungschefin würdigte den Einsatz der Rettungskräfte und sprach den Betroffenen ihre Anteilnahme aus. „Heute Abend haben viele Menschen keinen Ort, wo sie hingehen können, sie haben absolut alles verloren. Ihnen zu helfen, muss für uns im Mittelpunkt stehen.“

Bei dem gewaltigen Brand im 24-stöckigen Grenfell Tower im Zentrum Londons waren am Mittwoch mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. 65 Menschen wurden aus den Flammen gerettet.

Die Ursache des Brands blieb zunächst unklar. Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. „Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden.“

Experte: Unfall wie in der „Dritten Welt“

Der britische Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand im Grenfell Tower einen Unfall, wie er in der „Dritten Welt“ vorkomme. „Alle Bestandteile der Feuersicherheit und des Gebäudemanagements“ müssten versagt haben, vermutete er auf Twitter.

Nach der Katastrophe ist das Hochhaus im Stadtteil Kensington entgegen ersten Befürchtungen nicht einsturzgefährdet. Spezialisten hätten den Sozialbau untersucht und für weitere Lösch- und Bergungsarbeiten sicher befunden, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Nach Angaben der Polizei wird der Rettungseinsatz noch mehrere Tage dauern.

Beschwerden über schlechten Brandschutz

Das Gebäude wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden. Es hatte bereits Beschwerden über unzureichenden Brandschutz in dem Hochhaus gegeben.

Wegen des Feuers will Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die energetische Gebäudesanierung in Deutschland auf den Prüfstand stellen. „Ein vergleichbarer Fassadenbrand an einem Hochhaus ist in diesem Ausmaß bei uns so gut wie ausgeschlossen. Wir nehmen das jedoch zum Anlass und werden überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst“, sagte Herrmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag).

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