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NWZonline.de Nachrichten Politik

Auslandsreise: Was Merkel in Südafrika erreichen will

07.02.2020

Pretoria Kanzlerin Angela Merkel hat in Südafrika für eine enge Partnerschaft bei der Krisenlösung in Libyen und der Sahelzone geworben. „Ohne den afrikanischen Sachverstand werden wir das gar nicht lösen können“, sagte sie am Donnerstag nach einem Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in Pretoria.

Eine Beilegung des Libyenkonfliktes habe eine große Bedeutung sowohl für Europa wie für Afrika, sei aber ein langwieriger Prozess, sagte Merkel: „Ich mache mir da keine Illusion, das wird sehr lange dauern.“ Sie setzt für Fortschritte im Libyen-Prozess stark auf Ramaphosa und die Afrikanische Union (AU), Südafrika ist für sie Schlüsselland für Entwicklungen auf dem ganzen Kontinent.

Nach Ansicht Ramaphosas kann eine Lösung für afrikanische Probleme nur von Afrikanern kommen – Unterstützung von außen sei aber wünschenswert. Ramaphosa, der Deutschland einen der strategischsten Partner Südafrikas nannte, wird kurz nach Merkels Besuch den AU-Vorsitzübernehmen. Südafrika ist wie Deutschland G20-Mitglied und zeitgleich mit Berlin derzeit nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat.

Dritter Besuch am Kap

Zehn Jahre, nachdem Merkel zuletzt am Kap war, war sie am Morgen in der Hauptstadt Pretoria zu ihrem dritten offiziellen Besuch dort empfangen worden. Beide Seiten betonten, dass sie ihre Handelsbeziehungen vertiefen wollen. Das gelte gerade auch im Energiebereich.

„Sie haben viel Sonne, Sie haben viel Wind“, meinte die Kanzlerin. Eine Energiewende sei in dem zu knapp 90 Prozent von Kohlekraftwerken abhängigen Kap-Staat eine Herkulesaufgabe, aber machbar. Südafrika leidet unter einer Energiekrise, die die Konjunktur stark beeinträchtigt und auch Investoren aus Deutschland abschreckt.

Am Nachmittag nahm Merkel mit Ramaphosa an einem Treffen deutscher und südafrikanischer Wirtschaftsvertreter teil. Deutschland war 2018 nach China und vor den USA zweitwichtigster Handelspartner Südafrikas. Im Anschluss besuchten beide das BMW-Werk in Rossyln. Es war 1973 als erste internationale BMW-Fabrik gegründet worden.

Merkel gab bekannt, dass das Stipendienprogramm der Humboldt-Stiftung auf Südafrika ausgeweitet werden soll. Bisher können an dem Programm unter ihrer Schirmherrschaft Uniabsolventen aus Brasilien, Russland, Indien und China teilnehmen.

Weiterreise nach Angola

An diesem Freitag steht für Merkel der Weiterflug nach Angola an. In der Hauptstadt Luanda will sie nach einem Treffen mit Präsident João Manuel Gonçalves Lourenço an einem Wirtschaftsforum teilnehmen, bei dem die Unterzeichnung mehrerer Abkommen geplant ist. Angola ist einer der größten Erdölproduzenten Afrikas. Dennoch gilt das Land als eines der ärmsten der Welt.

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