Kein Stellenabbau und keine Werksschließungen – diese Beruhigungspille überbrachte der Europa-Chef von General Motors, Carl-Peter Forster, den Opel-Beschäftigten vor den Verhandlungen zu einem umfassenden Sparpaket. Beruhigen wird dies die Opelaner kaum, denn harte Einschnitte erscheinen unumgänglich.
Allerdings tut die Arbeitnehmerseite in Rüsselsheim gut daran, die Sparverhandlungen mit grundsätzlichen Fragen zur Struktur des Autokonzerns in Europa und des Verhältnisses von GM und Opel zu verknüpfen. Denn Einsparungen allein werden die Probleme weder diesseits noch jenseits des großen Teichs lösen.
Sowohl in den USA als auch Europa sollte ergebnisoffen diskutiert werden. Gerade bei GM erscheint die Lage so aussichtslos, dass staatliche Milliardenkredite die Pleite allenfalls aufschieben, nicht aber aufheben können. Ein Ausweg könnte eine kontrollierte Insolvenz mit Gläubigerschutz sein. Diese im US-Recht vorgesehene Möglichkeit würde es dem Autobauer zumindest ermöglichen, sich ohne unmittelbaren Zahlungsdruck zu sanieren.
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