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NWZonline.de Nachrichten Politik

Protestmarsch endet in Istanbul

10.07.2017

Istanbul Zum Abschluss eines mehr als 400 Kilometer langen Protestmarsches hat der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu vor mehr als hunderttausend Demonstranten eine Aufhebung des Ausnahmezustands in seinem Land gefordert. „Wir wollen, dass alle antidemokratischen Praktiken enden“, sagte der Chef der größten Oppositionspartei CHP. Dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan warf er vor, die Justiz zu beeinflussen. Die Gerichte würden ihre Entscheidungen „auf Anweisung des Palastes treffen“, sagte er vor jubelnden Anhängern in Anspielung auf Erdogans Präsidentenpalast. „Wir sind marschiert, für die Gerechtigkeit, die es hier nicht gibt“, rief er.

Die Veranstaltung fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. CNN Türk berichtete unter Berufung auf den Gouverneur von Istanbul, 15 000 Polizisten seien im Einsatz gewesen.

Kilicdaroglu hatte den „Gerechtigkeitsmarsch“ von Ankara nach Istanbul am 15. Juni im Güvenpark der Hauptstadt gestartet. Anlass war die Verurteilung des CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu zu 25 Jahren Haft wegen Geheimnisverrats. Der Marsch gewann zunehmend an Zulauf, zeitweise marschierten Tausende mit Kilicdaroglu Richtung Istanbul.

Der CHP-Chef und seine Unterstützer kritisieren die Politik Erdogans und der islamisch-konservativen AKP-Regierung – vor allem die Maßnahmen nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016. Die türkische Führung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Zehntausende wurden vermeintliche Gülen-Anhänger verhaftet, zahlreiche Medien geschlossen und mehr als 100 000 Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert.

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