Ramsloh - Die Gemeinde Saterland steht vor einer spannenden Entscheidung. Am 25. Februar wird ein neuer Bürgermeister gewählt, nachdem der langjährige Amtsinhaber Hubert Frye aus gesundheitlichen Grünen sein Amt niedergelegt hat. Beim CDU-Gemeindeverband gibt es drei potentielle Bewerber, die sich am Mittwoch einer Urwahl stellen. Aber auch die SPD, UWG und Grüne schicken jeweils einen eigenen Kandidaten um den Chefsessel im Ramsloher Rathaus ins Rennen.
Und die drei Bewerber Thomas Otto (Grüne), Heinrich Müller (UWG) und Henning Stoffers (SPD) stellten sich am Sonntag bei einem politischen Frühschoppen im Landgasthof Dockemeyer rund 70 Besuchern vor. Sowohl Otto als auch Müller betonten in ihren Statements, als Parteiunabhängige anzutreten. Lediglich Stoffers bekannte sich zu seiner Partei.
Entgegen der bisherigen Aussagen von Gerd Dumstorff und Rigobert Naber werden die beiden nun doch an der Vorstellungsrunde der CDU-Bürgermeister teilnehmen. Auf Einladung der Jungen Union Saterland findet die Veranstaltung mit den drei Bewerbern Gerd Dumstorff, Rigobert Naber und Martin Ehlers an diesem Montag, 8. Januar, um 19 Uhr im Landcafé Uders Huus in Scharrel statt. Zunächst hatten Dumstorff und Naber wegen einer zeitgleich stattfindenden CDU-Fraktionssitzung abgesagt, diese wurde jetzt aber verschoben. „Wir begrüßen die Entscheidung der beiden Kandidaten aus dem Saterland, doch zu kommen, sehr. Martin Ehlers gab sofort seine Zusage“, teilte Eike Awick von der Jungen Union Saterland mit.
Thomas Otto aus Aurich wolle als Bürgermeister keine Klientelpolitik, sondern offen für alle sein. Für ihn sei es kein kein politisches Amt. Kirchturmpolitik komme für den Ostfriesen nicht in Frage. „Ich will die Gemeinde Saterland weiter nach vorne bringen“, so Otto und lobte dabei die Arbeiter von Hubert Frye.
SPD-Kandidat Henning Stoffers sieht als Bürgermeister eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Keinen Hehl macht der 52-jährige Ramsloher, daraus, dass er im Chefsessel natürlich auf SPD-Dinge Einfluss nehmen möchte. Seit 2011 sitzt er für die Sozialdemokraten im Rat der Gemeinde Saterland. „Mein Ziel ist es, als Bürgermeister nicht gleich alles über den Haufen zu werfen, sondern darauf aufzubauen.“ Gleichwohl möchte er seine Vorstellungen als Bürgermeister neu einbringen. Landwirtschaft und Umwelt möchte er in Einklang bringen. Er setzt auch auf Jugend und Familie und auf eine weitere rege Bautätigkeit im Gemeindegebiet.
Er trete zwar als UWG-Kandidat an, aber fühle sich dennoch parteiunabhängig, so Heinrich Müller aus Sedelsberg. „Das ist besser, um das Amt als Bürgermeister neutral und unbefangen ausüben zu können“, sagte der 58-jährige Diplom-Ingenieur. Er verfüge über keine großen politischen Erfahrungen. Daher habe er auch keine politischen, sondern menschliche Ambitionen um das Bürgermeisteramt. Als Amtsinhaber strebe er das Miteinander unter den Menschen an. Auf seine Agenda schrieb Müller Schuldenabbau, Entwicklung des C-Ports, Bürokratieabbau und Landwirtschaft. Ganz oben auf der Liste stehe Familie und Soziales. „Ich möchte Euer Diener werden“, so Müller.
In einer Sache waren sich alle drei Bewerber einig. „Im Saterland würde sich unter ihrer Regie kein Großschlachthof im Saterland ansiedeln dürfen.“
