Ramsloh/Saterland - Die Gemeinde Saterland hat sich auch für das kommende Jahr einiges vorgenommen: Wie der Rat am Montag beschlossen hat, sollen Investitionen von rund 10,45 Millionen Euro in 2020 getätigt werden.
Ohne eine Aufnahme von Krediten seien diese nicht möglich, sagte Bürgermeister Thomas Otto während der Sitzung. Daher wurde beschlossen, dass Kredite in Höhe von sechs Millionen Euro aufgenommen werden dürfen. Ob alle Projekte im kommenden Jahr umgesetzt werden können oder alle Kredite benötigt werden müssen, sei aber fraglich.
Der SChuldenstand
Der Schuldenberg der Gemeinde klettert Ende dieses Jahres auf 10,45 Millionen Euro. Damit ist er leicht angewachsen (2018 bei circa 9,7 Millionen Euro). Und auch in den kommenden Jahren wird die Verschuldung der Gemeinde durch die anstehenden Aufgaben wachsen. 2020 könnte die Gesamtverschuldung auf knapp 16 Millionen Euro steigen, stellte der Erste Stadtrat und Kämmerer Jens Gralheer vor.
große Investitionen
Kindergärten: Große Brocken sind wie im vergangenen Jahr auch der Bau von Kindergärten. So schlägt der Neubau der Kindertagesstätte an der Möhlenschleede in Ramsloh-Hollen 2020 mit rund 2,2 Millionen zu Buche. Insgesamt kostet der Neubau 3,4 Millionen Euro, davon trägt die Gemeinde Saterland 2,7 Millionen. Es entstehen vier Kindergarten- und eine Krippengruppe. Nach derzeitiger Planung soll das Gebäude im Oktober 2020 fertig sein.
Darüber hinaus unterstützt die Gemeinde die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Marien in Sedelsberg. Dieser ist in Trägerschaft der katholischen Kirche. 540 000 Euro stehen hierfür im Investitionsprogramm. Marienschule Strücklingen: Auch wenn über den endgültigen Entwurf für die Erweiterung der Marienschule in Strücklingen noch keine Entscheidung getroffen wurde, sind bereits 560 000 Euro in das Investitionsprogramm für die Jahre 2020 und 2021 aufgenommen worden. Da im kommenden Jahr eine schnelle Entscheidung getroffen werden soll, könne man mit den Ausschreibungen beginnen, erklärte Otto. Gewerbegebiete: Auch die Erschließung von Gewerbegebieten lässt sich die Kommune einiges kosten. Etwa 2,65 Millionen Euro sind für Erschließungskosten veranschlagt. Den größten Posten mit 1,4 Millionen Euro nimmt das Gewerbegebiet Scharreler Damm dabei ein. Alleine die Verlegung einer Hochdruckgasleitung dort kostet 460 000 Euro. Diese müsse verlegt werden, da sie quer durch das Gebiet verlaufe, dabei Grundstücke zerschneide und nicht überbaut werden dürfe, erklärte Otto im Gespräch mit dieser Zeitung. Wohnbaugebiete: Auch die Erschließung und der Ausbau von Wohnbaugebieten ist mit rund 2 Millionen Euro ein hoher Betrag im Investitionsprogramm. Insbesondere die Einrichtung von Regenrückhaltebecken nehme einen immer größeren Posten ein. Kauf von Grundstücken: Für den Erwerb von Grundstücken sind 3,5 Millionen vorgesehen.Neues Feuerwehrauto: Die Freiwillige Feuerwehr Ramsloh erhält ein neues Löschfahrzeug. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 300 000 Euro.Breitbandausbau: Um auch an der „letzten Milchkanne“ schnelles Internet zu haben, wie der Bürgermeister sagt, sind für die Förderung des Breitbandausbau im kommenden Jahr knapp 170 000 Euro veranschlagt worden. Diese steigen in den darauffolgenden Jahren auf bis zu einer halben Million Euro.
Es sei ein engagierter Entwurf und man habe sich einiges vorgenommen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Benten. „Wir schaffen damit aber auch Werte“, ergänzte Karl-Peter Schramm, Vorsitzender der SPD/Grüne-Gruppe. Und so wurden Investitionsprogramm und Haushalt einstimmig von den Ratsmitgliedern beschlossen.
