Rastede - Mit Entsetzen und mit Abscheu hat die Arbeitsgemeinschaft „Für den Frieden“ an der Kooperativen Gesamtschule Rastede den antisemitischen, rassistischen und rechtsextremistischen Anschlag auf die Synagoge in Halle zur Kenntnis genommen. „Wir gedenken der beiden Opfer und sind in Gedanken bei ihren Angehörigen“, schreibt die AG um Leiter Michael Luttmer in einer Mitteilung. Die AG solidarisiere sich mit der Jüdischen Gemeinde in Halle sowie mit allen Juden in Deutschland und bekunde ihnen ihre Anteilnahme.
Die AG „Für den Frieden“ verurteile diesen gemeinen Anschlag auf schärfste. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus gefährdeten unseren demokratischen Staat und die pluralistische Gesellschaft der BRD. „Damit wollen wir uns nicht abfinden“, heißt es in der Mitteilung und weiter: „Deshalb müssen wir allen Antisemiten, allen Rassisten und allen Rechtsextremisten nach dem Anschlag von Halle zeigen: Der Anschlag hat uns alle getroffen, und wir alle wehren uns gemeinsam gegen diese Gewalt, gegen Antisemitismus, Rassismus und gegen diesen Rechtsextremismus.“
Seit Jahrhunderten würden Juden gedemütigt, verfolgt und ermordet – bis hin zum systematischen Massenmord an sechs Millionen Juden durch den Deutschen Faschismus, heißt es in der Mitteilung. Dieser historische Antisemitismus lebe bis heute fort. Antisemiten beleidigten, bedrohten und ermordeten jüdische Menschen, griffen jüdische Einrichtungen an und verbreiteten antisemitische Parolen. Eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte habe nachgewiesen, dass 41 Prozent der bundesdeutschen Juden 2018 eine antisemitische Erfahrung gemacht hätten, der europäische Durchschnitt liege bei 28 Prozent.
Zugleich würden Rassisten und Rechtsextremisten und ihre Organisationen den Konsens der bundesdeutschen Wertegemeinschaft immer häufiger und unverhohlener aufkündigen, so die AG weiter, die hier auch die AfD nennt, die den Völkermord an den Juden als „Vogelschiss in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ (Gauland) verharmlost habe.
