Großenkneten - Stehende Ovationen für den scheidenden Ratsvorsitzenden und künftigen Ehrenbürger Heinz Heinsen und zwei Grundsatzbeschlüsse für millionenschwere Neubauprojekte: In seiner 23. und zugleich letzten Sitzung hat der Großenkneter Gemeinderat der Wahlperiode 2011 bis 2016 am Montagabend viel bewegt.
Emotionaler Höhepunkt: die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes an Heinz Heinsen. 44 Jahre gehörte der Sozialdemokrat dem Rat an, davon 26 als Ratsvorsitzender. Vertreter aller Fraktionen würdigten die außergewöhnlichen Verdienste des 79-Jährigen. Die offizielle Verleihung des Ehrenbürgerrechtes erfolgt bei einer gesonderten Veranstaltung.
Reichlich Lob erntete die Verwaltung für ihre Vorlage zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze in Ahlhorn. Im evangelischen Hans-Roth-Kindergarten soll eine weitere Vormittagsgruppe für rund 465 000 Euro eingerichtet werden. An der Straße Am Lemsen wird in der Nähe des Schulzentrums für rund eine Million Euro ein dritter Kindergarten mit zwei Gruppenräumen gebaut.
„Supergelände“, lobte Rudolf Wübbeler (CDU) den Standort für den Neubau. „Toller Beschluss“, fand auch Imke Haake (FDP). „Ahlhorn hat wirklich Bedarf“, wies Anke Koch (Kommunale Alternative) auf die Kinderzahlen im Ort hin. Dass die evangelisch-lutherische Gemeinde Ahlhorn die Trägerschaft übernehmen wird, fand ihre Zustimmung, auch wenn die KA sich einen freien Träger hätte vorstellen können. Dass angesichts des Fachkräftemangels auch Erzieher/innen, die keiner christlichen Kirche angehören, angestellt werden können, begrüßte die KA.
Hartmut Giese (SDP) fand es „großartig“, dass alle fraktionsübergreifend an einem Strang gezogen hätten. Der Standort sei „hervorragend“, meinte Henrik Abeln für die Unabhängigen.
Ebenso einstimmig wie bei der Kindergartenvorlage fiel auch der Grundsatzbeschluss für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Huntlosen an der Ecke Wilhelmstraße/Ziegelhof aus. Dazu gehörte die Vergabe des Auftrags an das Architekturbüro MRO Architekten & Ingenieure aus Oldenburg und der Start der Bauleitplanung für das Grundstück.
Bei der Anzahl der Stellplätze wird die Beratung allerdings in die Fraktionen des neuen Rates vertagt. Die Verwaltung hält drei Stellplätze für ausreichend (Gesamtkosten 1,72 Millionen Euro), die Huntloser Feuerwehr sowie der Gemeindebrandmeister favorisieren dagegen vier Stellplätze und einen überdachten Außenwaschplatz (1,89 Millionen Euro). Für diese größere Lösung sieht die Verwaltung keinen Bedarf.
