Dötlingen - Fünf Beschlüsse in einer knappen halben Stunde: Der Rat der Gemeinde Dötlingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend im Dötlinger Schützenhof ein flottes Tempo vorgelegt. Dabei gab es zwei Beschlüsse mit jeweils einer Nein-Stimme, ein eher untypisches Ergebnis für Dötlingen.
Kritisch sah FDP-Ratsherr Eckehard Hautau den Start der Planung zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 3 in Aschenstedt. Er sorgte sich, dass der dörfliche Charakter des Gebiets schwinden könnte. Alle andere Fraktionen sahen diese Gefahr nicht und gingen nur von einzelnen Bauvorhaben aus. Daher griffen sie den Wunsch von Anliegern an Rosenweg und Tulpenweg auf, künftig auf den großen Grundstücken (im Schnitt 1020 Quadratmeter) eine Bebauung im hinteren Bereich zu ermöglichen. „Nachverdichtung vor Neuausweisung“, so Gabriele Roggenthien (Grüne). Die Kosten des Verfahrens trägt die Gemeinde.
Dem Grundsatzbeschluss zur Kooperativen Regionalentwicklung des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen stimmte der Rat zu – bei einer Gegenstimme von Uwe Krebs (CDU). Die Befürworter sahen es als vernünftig an, sich in diesen Prozess einzubringen und mit anderen Kommunen abzustimmen.
Die drei weiteren Beschlüsse fielen einstimmig. Die Gemeinde startet die Änderung des Flächennutzungsplans, um das Gelände Aschenbeck bei Aschenstedt von einem Zeltplatz zu einem „Sondergebiet Wochenendhausgebiet“ zu machen. Der Platz soll im Bestand erhalten bleiben, zugleich aber die rechtliche Situation bereinigt werden. Bei einer Prüfung durch den Landkreis war der Zustand als geordnet bezeichnet worden, wobei Vorschriften des Baurechts nicht eingehalten werden. „Wir wollen endlich Rechtssicherheit schaffen“, so Rudi Zingler (SPD) zum Ziel des neuen Verfahrens. Ratsvorsitzender Dierk Garms (FDP) gab bei diesem Punkt die Leitung der Sitzung ab und überließ sie Anke Spille.
In Dötlingen soll die Abrundungssatzung um eine Ausnahmeregelung für das Fällen von Bäumen ergänzt werden. Daher wurde ein Aufstellungsbeschluss zur Änderung der Satzung beschlossen.
Die Gemeinde wird Mitglied im Verein „Wi helpt di“ für 50 Euro im Jahr. „Eine Selbstverständlichkeit“, so Willi Niehoff (CDU). Damit kann im Rathaus das Wi-helpt-di-Gütesiegel aufgehängt werden, denn nur Mitglieder dürfen es verwenden. Zertifiziert war die Kommune schon.
