Huntlosen - Ratsvorsitzender Heinz Heinsen (SPD) hatte das Schlusswort bei diesem Tagesordnungspunkt. „Als ich 1972 in den Rat kam, ging es bereits darum, diese Fläche in Bauland umzuwandeln“, berichtete er am Montagabend im Großenkneter Gemeinderat über die lange Vorgeschichte für das neue Baugebiet in Huntlosen westlich des Westerburger Weges. „Sie sehen, wie dick ein Brett sein kann, das es zu bohren gilt“, so Heinsen.
Umso größer war die Begeisterung bei allen Fraktionen, dass nunmehr die zentrale Fläche von 5,2 Hektar im Ort als Neubaugebiet angeboten werden kann. Folglich wurden die Flächennutzungsplanänderung und der Bebauungsplan Nr 117 „Huntlosen – westlich Westerburger Weg“ einstimmig beschlossen.
44 Bauplätze mit einer Mindestgröße von 600 Quadratmetern werden nach jetzigem Stand westlich des Westerburger Weges entstehen. Erlaubt sind Einzelhäuser mit einer maximalen Höhe von neun Metern und maximal zwei Wohnungen je Gebäude. Die Nachfrage sei bereits jetzt sehr hoch, wie Kämmerer Horst Looschen am Dienstag auf NWZ -Nachfrage berichtete. 60 Interessenten hätten sich bereits gemeldet. Im Juni möchte die Gemeinde den Quadratmeterpreis festlegen. Parallel läuft die Erschließungsplanung. „Der Verkauf könnte gegen Ende des Jahres starten“, so Looschen.
„Das findet unsere absolute Zustimmung“, so Andrea Naber (CDU) am Montag in der Ratssitzung. Ein neues Baugebiet in Huntlosen sei mehr als überfällig gewesen, sagte sie.
„Wenn man Huntlosen aus der Luft betrachtet, dann schreit diese Fläche förmlich nach Bebauung“, fand Axel Janßen (Kommunale Alternative) sie optimal. Folglich freute er sich, dass es der Verwaltung nach vielen Jahren gelungen sei, diese Fläche zu erwerben. Er lobte auch das Erschließungskonzept, das die An- und Abfahrten auf drei Möglichkeiten verteilt (Westerburger Weg, über Fladderskamp an Sannumer Straße, Zufahrt Bahnhofstraße).
Carsten Grallert (Unabhängige) begrüßte das Baugebiet ebenfalls ausdrücklich. Dennoch enthielten sich die Unabhängigen bei der Abstimmung über den Satzungsbeschluss für den B-Plan. Der Grund: Sie wollten ihr „Missfallen“ darüber äußern, dass ihrer Ansicht nach noch zu viele Fragen bei der neuen Zufahrt zur Bahnhofstraße offen seien.
„Wenn ein Beschluss gefasst wird, wollen wir die genauen Auswirkungen wissen“, monierte Grallert. Diese Forderung sah er im Bezug auf den möglichen Wegfall von Parkplätzen bei der Einmündung Bahnhofstraße als nicht erfüllt an. Für die Verwaltung sind diese Fragen erst bei der jetzt folgenden Erschließungsplanung zu klären.
