Oldenburg - Der Stadtrat hat am Montagabend den Weg für den Bau von mindestens 290 Wohnungen freigemacht. Nach den Beschlüssen über die Bebauungspläne ist der rechtliche Weg frei für die geplanten Neubauten am Hackenweg und am Kielweg sowie für den neuen Thomasblock auf dem Gelände der Donnerschwee-Kaserne. Zudem wurden bisher als Gewerbeflächen ausgewiesene Grundstücke an den Bogenstraße zu Wohnbauland umgewidmet.

Am Hackenweg sollen, wie berichtet, 84 neue Wohnungen in mehreren dreigeschossigen Blöcken entstehen. Zudem wird im Zuge der Neubebauung des Areals, auf dem sich heute noch das Autohaus Ford Brau befindet, eine 290 Meter lange Lärmschutzwand an der A 293 entstehen, von der auch die übrigen Anwohner profitieren. Kritik gab es nur von den Linken, die die Bebauung als „nicht passende Klötze“ betrachten. Alle anderen Fraktionen stimmten zu.

Der Thomasblock, der vom Projekt Rentenvorsorge aus Hannover ausgebaut wird, soll am Ende 140 Eigentumswohnungen beinhalten. Sechs davon werden für Asylbewerber gebaut, 48 sind barrierefrei.

Am Kielweg plant die GSG den Bau von 66 Wohnungen. Zehn davon sind für Wohngemeinschaften der Gemeinnützigen Werkstätten vorgesehen, zwei für Asylbewerber. Hier entstehen auch kleine Wohnungen – ein Segment, in dem es in Oldenburg zurzeit den größten Mangel gibt. Für den Bau müssen fünf zum Teil sehr alte und große Bäume gefällt werden, 50 neue werden angepflanzt. Auch hier übten die Linken Kritik an den Baumfällungen, alle anderen Fraktionen stimmten zu.

Mit den Baugebieten verfolgt die Stadt weiterhin den Kurs, in neu entstehenden Siedlungen das inklusive Wohnen zu realisieren, also barrierefreie und behindertengerechte Wohnungen sowie solche für Asylbewerber mit frei vermietbaren zu vermischen.