Belgrad - Die vorgezogene Parlamentswahl hat Serbien am Sonntag einen deutlichen Rechtsruck gebracht. Die extremen Nationalisten (SRS) unter dem vom UN-Kriegsverbrechertribunal freigesprochenen Vojislav Seselj erzielten acht Prozent der Stimmen. Das teilte die staatliche Wahlkommission am Montag in Belgrad mit. Sie stellen 22 Abgeordnete im Parlament mit 250 Sitzen – und sind sogar zur Nummer drei aufgestiegen. Gemeinsam mit einer zweiten radikalen Partei (Dveri-DSS) konnte die Rechte damit 13 Prozent der Wähler für sich gewinnen.
Wahlsieger ist mit 48 Prozent die Fortschrittspartei (SNS) des amtierenden Regierungschefs Aleksandar Vucic. Der bisherige sozialistische Koalitionspartner (SPS) musste den Verlust von 14 Sitzen auf in Zukunft 30 hinnehmen.
