Wüsting - Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Und deshalb blickte Ute Thümler, die gemeinsam mit Helmut Urban die Messe Landtage Nord in Wüsting organisiert hat, vor diesem Wochenende nach vorne. Statt ein L- sowie zwei M-Springprüfungen wie bei der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, hatten die Reiter der Region in diesem Jahr am Sonnabend die Auswahl zwischen einem M*, einem M** und einem S-Springen mit Stechen unter Flutlicht. „Diese Steigerung kam sehr gut an, die Aktiven und wir waren rundum zufrieden“, urteilt Ute Thümler.
Beim S-Springen mit Stechen unter Flutlich hatten einige namhafte Reiter aus der Region ihre Pferde gesattelt. „Sie waren zum ersten Mal hier und wirklich positiv überrascht“, lässt die Organisatorin durchblicken, dass es viel Lob gab.
Sosath gut drauf
Im S-Springen siegte Torsten Tönjes (RV Ganderkesee) auf Canberra. Er blieb im Stechen fehlerfrei und legte den anspruchsvollen Parcours in 31,87 Sekunden zurück. Die Plätze zwei und drei sicherte sich Hendrik Sosath vom Stedinger RFV Sturmvogel Berne. Mit Landser (0 Strafpunkte/34,29 Sekunden) war er etwas schneller unterwegs als mit seinem zweiten Pferd, Quite Dark (0/34,38). Den vierten Platz belegte Stephan Geue vom RC Hude auf Chanel Gold. Er leistete sich in 38,30 Sekunden zwei Abwürfe.
Otto Vaske (RG Klein Roscharden) behielt derweil zuvor im M**-Springen die Oberhand. Auf Armani Stern blieb er ohne Strafpunkte und benötigte lediglich 51,97 Sekunden. Vereinskollege Heinrich jun. Holtges erreichte mit Rijanna Rang zwei (0/53,11) und S-Sieger Torsten Tönjes musste sich mit dem dritten Platz begnügen (Canberra, 0/53,77).
Im M*-Springen freute sich Hendrik Sosath mit Quite Dark über den Sieg (0/49,90). Jenny Tönjes (RV Ganderkesee, Armani T, 0/50,43) und Rene Baumann (RUFV Friesoythe, Coco-Baya, 0/50,44) folgten dahinter.
Angst habe Organisatorin Ute Thümler im Vorfeld nur gehabt, dass es wieder so heiß werden könnte wie am vergangenen Wochenende. „Es gab kleine Regenschauer zwischendurch, aber das war nicht schlimm“, ist sie auch mit dem Wetter einverstanden gewesen.
Fester Bestandteil
Ebenso erfreulich: Es gab viele Gäste, die sich vor dem Verlassen des Messegeländes noch eine der Springprüfungen angesehen haben. Andere Besucher seien eigens für die Springen noch einmal wiedergekommen. Auch die Stimmung auf der anschließenden Party im Zelt sei „super“ gewesen.
Im kommenden Jahr werden Springprüfungen erneut fester Bestandteil der Landtage Nord sein. In welchem Umfang steht allerdings noch nicht fest. „Ich konnte mir darüber bisher noch keine Gedanken machen. Aber mir gehen verschiedene Ideen durch den Kopf, die wir demnächst besprechen werden. Grundsätzlich wird es wieder im Rahmen wie dieses Jahr sein“, sagt Ute Thümler.
