Nun ist die Reservistenkameradschaft Varel schon einige Jahre ohne „aktive Truppe“ in der Stadt, trotzdem, oder gerade deshalb treffen sich die ehemaligen Soldaten regelmäßig, um ehemals Gelerntes nicht zu vergessen und die während des früheren Dienstes gelebte Kameradschaft weiter aufrecht zu erhalten. Am Sonnabend fand das Frühjahrstreffen im Büppeler Krug statt. In einem Vortrag erinnerte Stabsfeldwebel Jens Schuhmacher vom Landeskommando Niedersachsen an frühere Zeiten. „Damals herrschte noch kalter Krieg, da gab es ganz andere Aufgaben für die Bundeswehr und ihre Reservisten, dann kam auch die militärische Wende und heute haben wir sogar die Aussetzung der Wehrpflicht.“ Der stellvertretende Bürgermeister Raimund Recksiedler beschrieb die jetzigen Aufgaben der Reservisten: „Heute übernehmen Sie die Vermittlung zwischen der Bevölkerung und der Bundeswehr.“ Und der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Varel, Oberbootsmann Thomas Müller, konkretisierte diese Punkte. Da sich die Bundeswehr immer mehr aus der Fläche zurückzieht, übernehmen die Reservisten die Aufrechterhaltung ihrer Präsenz in den Städten und Gemeinden und bauen diese aus. So sind die Kameraden in Uniform bei Straßensammlungen für die Kriegsgräberfürsorge, Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag und vielen weiteren öffentlichen Geschehnissen zugegen. Gerade die Vareler Truppe bietet als einzige von 17 Kameradschaften der Kreisgruppe Wilhelmshaven ein Novum. Dieses ist die seit einigen Jahren durchgeführte Ferienpassaktion Kinderbiwak, bei der die Kinder Einblicke in das Soldatenleben erhalten.
Auf Grund vieler gemeinsamer Schnittpunkte in Organisation, Ausbildung und technischen Möglichkeiten wurde in den vergangenen 45 Jahren die Zusammenarbeit zwischen der Reservistenkameradschaft, dem THW und anderen Hilfsorganisationen in Varel und Umgebung ausgeweitet, um für den Zivil- und Katastrophenschutz gut gerüstet zu sein.
Seit 16 Jahren wird eine Patenschaft mit der Reservistenkameradschaft Hagen durch gemeinsame Übungen und Besuche sowie Austausche gepflegt. Während der Veranstaltung wurden Oberstabsbootsmann Volker Mordhorst für 10jährige Mitgliedschaft und Lisa Preuß als langjähriges Fördermitglied geehrt.
Eine Bilderausstellung der Kreisvolkshochschule Friesland wurde am Sonntag im Kurzentrum Deichhörn eröffnet. Bereits zum 32. Mal bat Dozentin Irmgard Kung jeden ihrer Schüler um ein Werk seiner Wahl für diese Ausstellung. So sind noch bis zum 26. Mai täglich von 9 bis 20 Uhr 100 Werke in unterschiedlichen Arbeitstechniken zu sehen. „Seit vielen Jahren werden hier immer zur schönsten Jahreszeit schöne Bilder gezeigt, dafür danke ich meinen Schülerinnen und Schülern für ihre unermüdliche Arbeit und der Kurverwaltung, die uns diese Räume zur Verfügung stellt“, sagte Irmgard Kung. Es sind Werke von Anfängern und Fortgeschrittenen aller Altersstufen zu sehen. „Wenn das eine oder andere Bild nicht ganz gelungen zu sein scheint, denken sie bitte an die erst kurze Ausbildungszeit, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, meinte Irmgard Kung zu den zahlreichen Eröffnungsgästen. Die Kursteilnehmer beschäftigen sich mit aktuellen Themen, wie dem Containerhafen, Phantasieprojekten und realistischen Objekten, die als Original in Dangast zu sehen sind. Ausgestellt sind unter anderem „Supernova“ Pastellmalerei von Heide Feye, „Strandkörbe“ ein Ölgemälde von Gisela Heinelt und die Zeichnung „Konfusion“ von Dr. Helga Best.
