Hude - Das Camp der Reservistenkameradschaft Hude (RK) im Waldstadion hat bei 38 Ferienkindern Abenteuerlust geweckt.

Mit viel Aufwand und Unterstützung des Bundeswehr-Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst wurde zum neunten Mal ein großes Feldlager aufgebaut, bei dem für die Teilnehmer im Alter von sechs bis zwölf Jahren keine Langeweile aufkam. Das Erlebniswochenende ist seit Jahren Bestandteil des Ferienspaßprogramms der Huder Gemeindejugendpflege.

Gleich nach der Anreise ging es ans Eingemachte. Während die Köche – Peter Becker, Obergefreiter der Reserve, Paul Hawlena (73), Hauptfeldwebel der Reserve, Herbert Opitz (74), Stabsunteroffizier der Reserve, und der Förderer der Reservistenkameradschaft, Joachim Hildebrand – sich ums Abendessen kümmerten, bauten die Kinder zusammen mit den Soldaten die „Dackelzelte“, wie sie im Fachjargon genannt werden, auf.

„Für die RK Hude ist das in jedem Jahr eine enorme logistische Herausforderung, doch die Mühe lohnt sich allemal“, so der Vorsitzende und Oberstleutnant der Reserve, Peter Strauß. Viele der ehemaligen aktiven Soldaten sind in jedem Jahr dabei, um mit anzupacken. „Alle sind sehr engagiert, jeder hat hier seine Aufgabe“, so Obermaat der Reserve, Stefan Röttgers.

Noch am Anreisetag am Freitag ging es nach einem Orientierungslauf mit dem motorisierten Schlauchboot auf dem Huder Bach weiter. Am nächsten Tag kamen die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein und das Technische Hilfswerk dazu. Sie bauten weitere Stationen auf, an denen sich die Kinder austoben konnten.

Mit einem Signalton aus der Marinepfeife wurden die Kinder am Sonnabendmorgen um Punkt acht Uhr zum Frühstück geweckt. Neben Brötchen und Marmelade gab es sogar Rührei mit Speck. Das Mittagessen kam von der Truppenverpflegung der Bundeswehr. „Ich finde es spannend, bei den Reservisten zu sein“, sagte der siebenjährige Jonas aus Kirchhatten. Die elfjährige Jette aus Hude war das erste Mal dabei und zeigte sich ebenso begeistert: „Man kann eine Menge lernen.“

Am späten Sonnabendnachmittag ging es für die Mädchen und Jungen wieder nach Hause. Insgesamt wurden 200 Brötchen, 140 Eier, 180 Bratwürste und stolze 24 Liter Milch verbraucht. Der Sonnabend wurde unter den Helfern mit einem Kameradschaftsabend beendet.