RODENKIRCHEN - Elke Mathiszig (Rodenkirchen) ist neue Sprecherin des Kreisverbands Wesermarsch von Bündnis 90/Die Grünen. Die Realschullehrerin, 1956 in Bremerhaven geboren, tritt die Nachfolge von Verena Delius an, die für das Amt nicht mehr kandidierte. Sie sei aufgrund ihrer politischen Arbeit im Gemeinderat in Berne nunmehr zu sehr eingespannt und würde für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen, erfuhren die Versammlungsteilnehmern in der Gaststätte Friesenheim am Dienstagabend.
Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl war die Kreismitgliederversammlung jedoch nicht beschlussfähig. Und so kamen die Mitglieder überein, Elke Mathiszig kommissarisch in das Amt zu wählen. Dieses einstimmige Votum soll nun bei der nächsten Kreismitgliederversammlung offiziell bestätigt werden, wie der KV-Sprecher Dragos Pancescu, der die Versammlung leitete, anmerkte.
Elke Mathiszig nahm die Wahl an. Dass sie seit 27 Jahren in Rodenkirchen wohne, an der Technischen Universität in Braunschweig Mathematik und Physik studiert habe und den Grünen seit 14 Jahren angehöre, erfuhren die Teilnehmer. Acht Jahre lang gehörte sie dem Rat der Gemeinde Stadland an. Sie engagiere sich in der Bürgerinitiative „Aktion Z“, dem Verein Bronzezeithaus sowie im Eine-Welt-Kreis, sagte sie.
Diskutiert wurde noch über einen Antrag des Ortsverbands Jade/Stadland bezüglich eines möglichen Bahnhaltepunktes in Jaderberg. Eine Machbarkeitsstudie – die Kosten werden auf bis zu 30 000 Euro beziffert – soll in Auftrag gegeben werden. Bürgermeister Henning Kaars hatte dazu um Spenden aufgerufen. Der Kreisverband wird 300 Euro beisteuern, Mitglieder der Grünen werden das Vorhaben auch privat unterstützen, hieß es. Es gab eine Beschlussempfehlung.
Die Zustiegszahlen für Jaderberg wurden bereits ermittelt. Danach wird von 700 Fahrgästen täglich ausgegangen. Die Fahrzeit nach Oldenburg würde 17 Minuten betragen. Mit dem Bus sei man zurzeit mehr als 50 Minuten lang unterwegs. Als Wohnstandort würde Jaderberg aufgewertet, wurde angemerkt.
