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NWZonline.de Nachrichten Politik

Coronavirus: Italien hat keine Zeit für „Papierkram“

28.03.2020

Rom /Brüssel Das Ergebnis des EU-Krisengipfels zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat in Italien heftige Kritik ausgelöst. „Das Wort Loyalität hat für uns großes Gewicht. Wir erwarten, dass Europa seinen Teil dazu beiträgt“, erklärte Außenminister Luigi Di Maio am Freitag auf Facebook. Mit „schönen Worten“ könne man nichts anfangen.

Die EU-Staaten hatten sich bei dem Videogipfel darauf geeinigt, binnen zwei Wochen ein neues Modell für einen gemeinsamen Rettungsschirm auszuarbeiten. Italien setzt sich hingegen zusammen mit acht weiteren Staaten für die gemeinsame Aufnahme von Schulden ein. Erwogen werden dafür Corona-Bonds, also gemeinsame Anleihen der Eurostaaten.

Die Bundesregierung lehnt das strikt ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Donnerstagabend auf dem Videogipfel, sie fände die Nutzung des Eurorettungsschirms ESM besser. Dessen Kredite wären mit Bedingungen verbunden.

Die EU könne nicht nur dann bereit sein zu helfen, wenn „alte Instrumente“ eingesetzt würden, „die einige Länder bereits vor zehn Jahren ohne großen Erfolg eingesetzt haben“, sagte Di Maio. Italien ist besonders von der Pandemie betroffen und ist sowieso schon hoch verschuldet.

„Wir haben den anderen Mitgliedstaaten gesagt, dass Italien alles Geld ausgeben wird, um unseren Bürgern zu helfen, und jetzt ist nicht die Zeit, Parameter, Papierkram und Bürokratie zu berücksichtigen“, sagte Di Maio. „Denn wenn man einen Krieg führt, muss man schnell handeln und das Land mit aller Kraft verteidigen.“

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