ROM/MARKTL - ROM/MARKTL/DPA - Viele Geschenke, ein Festessen mit 50 Kardinälen und am Abend ein Konzert des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart: Papst Benedikt XVI. hat seinen 80. Geburtstag am Montag im großen Stil gefeiert.

Vor allem die Deutschen machten am Montag ihre Aufwartung: Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter, Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und sein Kollege Peter Harry Carstensen (CDU) aus Schleswig-Holstein gaben sich im Vatikan praktisch die Klinke in die Hand. Carstensen überreichte dem Papst eine Torte aus Lübecker Marzipan. „Oh, etwa Süßes“, habe der Papst gemeint. Kaum 20 Minuten habe das Treffen in der päpstlichen Privatbibliothek gedauert. Etwas anders fiel das bayerische Geschenk aus: Stoiber übergab die Urkunde eines speziellen mit 15 000 Euro dotierten „Papst-Forschungspreis“. Damit sollen herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen an bayerischen Hochschulen über Benedikt ausgezeichnet werden.

Zugleich erlebte der bayerische Papst-Geburtsort Marktl am Inn eine besondere Feier: Dort zogen Gläubige exakt zur Geburtsstunde Joseph Ratzingers durch die Stadt – um vier Uhr in der Frühe.

Italienische Politiker oder Staatsmänner aus anderen Ländern kamen nicht persönlich zum Papst. Italienische Zeitungen berichteten auch deutlich knapper als deutsche Medien. „Der Papst hätte am liebsten überhaupt keine öffentlichen Feiern gewollt“, zitierte ein römischer Journalist Papst-Bruder Georg.

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