ROSTRUP - Seit dem 31. Dezember 2008 ist die militärische Nutzung des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses in Rostrup offiziell beendet, die „Bima“, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, ist nunmehr „Herrin“ des Verfahrens. Und das sieht so aus: Nachdem die Bundeswehr komplett ausgezogen ist, will die Bima bis etwa April/Mai 2009 die Vorbereitungen für die europaweite Ausschreibung vorbereitet haben.

Eigentlich wollte die Gemeinde Bad Zwischenahn schon im vergangenen Jahr die Weichen für die zukünftige Nutzung der rund 38,5 Hektar großen Fläche gestellt haben. Die Bima hatte das Verfahren bekanntlich gestartet, kaufwillige Investoren hatten ihre Gebote und Konzepte auch schon Gremien der Gemeinde vorgestellt – bis den Beteiligten bewusst wurde, dass ein Objekt dieser Größe und Bedeutung nicht nur bundesweit, sondern europaweit auszuschreiben ist.

„Wir werden in Kürze das Gespräch mit der Bima suchen, um noch einmal die Dringlichkeit deutlich zu machen“, kündigte Carsten Meyer, Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung im Rathaus, gestern auf Anfrage der NWZ an. Laut Wera Buhr, Vertreterin des Verkaufsteamleiters bei der Bima in Oldenburg, wird zunächst ein Gebäude mit einem Grundstück aus der Gesamtfläche „herausgenommen“ – an diesem Donnerstag werde das Areal vermessen –, weil die Bundeswehr es behalten möchte: Es handelt sich um das ehemalige Schwesternwohnheim mit einem entsprechenden Grundstück, das zukünftig von der Behringsstraße her erschlossen werden soll. Dann werde man sich umgehend mit der Ausschreibung befassen, so Frau Buhr.

Auch die Lokale Agenda 21 – Arbeitskreis Zukunftsplan Bad Zwischenahn – befasst sich mit dem Thema: Für Freitag, 27. Februar (19.30 Uhr, Haus Feldhus), hat die Initiative zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema „Kur ohne Natur – geht das?“ eingeladen. An jenem Abend werden Dr. Rainer Buchwald, Universität Oldenburg, Bürgermeister Dr. Arno Schilling, und Dipl.-Ing. Johann Köhler (Planungsgruppe Grün, Bremen) zum Thema Stellung nehmen. Die Lokale Agenda möchte einen weit größeren Bereich als die Gemeinde von jeglicher Bebauung freihalten.