Der „Runde Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ hat im Auftrag des Bundestages im Februar 2009 seine Arbeit aufgenommen. Er sollte das Schicksal von bis zu 800 000 Heimkindern klären, von denen manche in staatlichen und kirchlichen Heimen der frühen Bundesrepublik misshandelt wurden. Zudem ging es um Möglichkeiten der Entschädigung oder Unterstützung. Den Vorsitz hatte die ehemalige Bundestags-Vizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne) inne. Neben Vertretern des Bundes, der Länder und Kommunen, der Jugendhilfe, der Wohlfahrt sowie Wissenschaftlern gehörten dazu mehrere ehemalige Heimkinder und je ein Vertreter der großen Kirchen sowie von Caritas und Diakonie, die Träger von mehr als der Hälfte der Heime waren.