SAARBRüCKEN - SAARBRÜCKEN/DPA - Für einen „schwarz“ gebauten Zaun um sein Anwesen im saarländischen Wallerfangen muss der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine nach einem Zeitungsbericht eine Geldbuße von 400 Euro zahlen. Das Amtsgericht Saarlouis entschied, der heutige Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag habe „in fahrlässiger Verkennung des Fehlens einer Baugenehmigung“ geduldet, dass der etwa 1,50 Meter hohe Stahldrahtzaun um sein Grundstück gebaut wurde, wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe) berichtete.

Das saarländische Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte bereits im Januar entschieden, dass der Zaun „schwarz“ gebaut worden war. Es hatte keine Baugenehmigung vorgelegen.

Vor dem Amtsgericht ging es nun um das Bußgeld, das die untere Bauaufsichtsbehörde des Landratsamts Saarlouis wegen des illegalen Zauns verhängt hatte. Die Behörde forderte 1000 Euro, die Lafontaine aber nicht zahlen wollte. Er legte Einspruch ein, über den das Amtsgericht nun entschieden hat.

Unterdessen kündigte Lafontaine an, dass er nach Ostern in den Iran reisen wird. Er wird vom Außenexperten der Linksfraktion, Norman Paech, begleitet.