Hoykenkamp - Es war ein offenes Gespräch – und weitere sollen folgen: Mit dieser Einschätzung sind Vertreter des Ganderkeseer Ortsverbandes der Grünen und des Ortslandvolks in der vergangenen Woche auseinandergegangen. Im Gasthof Menkens in Hoykenkamp hatten sie im kleinen Kreis unterschiedliche Positionen ausgetauscht. „Dass es dabei zu einer gemeinsamen Sicht der Dinge kommen würde, war von beiden Seiten nicht erwartet worden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

An dem Treffen nahmen die im Gemeinderat vertretenen Landwirte Cord Schütte, Volker Schmidt und Jürgen Struthoff mit den Vorsitzenden des Ortslandvolks, Cord Wübbenhorst und Onno Osterloh, teil. Für die Grünen saßen Ratsfrau Anika Hoffmann, Fraktionsvorsitzender Volker Schulz-Berendt, Kreistagsmitglied Reinhold Schütte und der Ortsvorsitzende Werner Köhler am Tisch. Nachdem Argumente für und gegen die konventionelle Landwirtschaft sowie zu geplanten Gesetzen und Verordnungen zuletzt überwiegend über die Presse ausgetauscht worden seien, wollten beide Seiten nun das direkte Gespräch miteinander suchen und Standpunkte klarstellen, heißt es in der Erklärung.

Die Vertreter der Landwirtschaft legten im Gespräch besonderen Wert auf die Zukunftssicherung der örtlichen Betriebe und äußerten das Gefühl, dass ihre Berufsgruppe als Sündenbock in der Gesellschaft gesehen wird. Die Grünen dagegen stellten den Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt), den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Trinkwasser und Boden) und den Tierschutz in den Vordergrund.

Dass man einander zuhörte und auf die Argumente der jeweils anderen Seite einging, wurde schon als Erfolg gewertet. Ebenso positiv sahen Landwirte wie Grüne, dass von beiden Seiten Fehler eingeräumt und Selbstkritik geäußert wurde. Die Gesprächsatmosphäre sei sachlich und respektvoll gewesen.