SANDE - Auch wenn das ganze Paket mit mehr als 50 Maßnahmen zur Dorferneuerung in Sande erst nächste Woche verabschiedet wird – die erste große Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von knapp 360 000 Euro ist schon zur Hälfte abgeschlossen. Zurzeit laufen die Arbeiten zur Sanierung der Danziger Straße auf Hochtouren, die Mitglieder des Ausschusses für Straßen, Wege und Feuerlöschwesen sahen sich den Fortschritt an.
„Wir liegen im Zeitplan“, erklärte Bernd Eickhoff vom Bauamt der Gemeinde. Auf Wunsch der Anlieger hatte man die Sanierung der Straße in zwei Bauabschnitte geteilt. In der Mitte liegen nämlich große Garagenanlagen für die Anwohner, die sonst über einen langen Zeitraum nicht zu erreichen gewesen wären. Ende Juli soll die Straßensanierung beendet sein.
Weniger erfreulich ging es in der anschließenden Sitzung im Rathaus weiter. Dort berichtete Bürgermeister Josef Wesselmann von der bisherigen Arbeit der Gewässerschaukommission. Im April hatten Vertreter von Gemeinde, Landkreis Friesland und Siedlergemeinschaft Cäciliengroden die Gräben zur Oberflächenentwässerung begutachtet. Dort gibt es häufig Probleme, denn vielfach haben Anlieger verschiedene Baumaßnahmen vorgenommen oder die Grabenprofile eigenmächtig verändert, so dass das Wasser nicht mehr richtig abfließen kann.
Wesselmann berichtete, dass zwar in vielen Fällen die Gräben ordentlich aussehen, vielerorts aber auch Handlungsbedarf bestehe. So gebe es in vielen Gärten massive Bauwerke, die bis an die Grabenkante reichten oder mit denen die Gräben zum Teil sogar überbaut worden seien. Wesselmann unterstrich, dass eigentlich die Anwohner für die Reinigung der Gräben zuständig seien. Die Gemeinde habe diese Pflicht aber schon vor langer Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übernommen. Wesselmann setzt zunächst auf Gespräche mit den Anwohnern. Nur wenn keine Einsicht erwirkt werden könne, müssten weitere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.
Einspruch kam von Erich Janßen (SPD): Er forderte zunächst eine Vermessung. Bei der Begehung war nämlich aufgefallen, dass trotz langer Trockenheit in etlichen Gräben noch ein hoher Wasserspiegel steht. Auch Wesselmann hatte zu bedenken gegeben, dass das möglicherweise auf einen Hochpunkt hinweise, so dass es ohnehin Probleme mit dem Ablaufen des Wassers geben könnte. In diesem Fall müsste man für eine entsprechende neue Profilierung sorgen.
