SANDE - Enttäuscht zeigte sich die Jugendvertretung der Gemeinde Sande von einer Podiumsdiskussion mit den hiesigen Kandidaten für die Bundestagswahl, zu der der „Runde Tisch“ Sande am Donnerstag ins Rathaus eingeladen hatte und die sich vor allem auch an Jugendliche richtete.

„Gerade den Jugendlichen ist aufgefallen, dass die anwesenden Politiker und Politikerinnen der SPD, CDU, FDP, Grünen und Linken auf gestellte Fragen nur schwammige Antworten gegeben haben“, kritisierten Sandes Jugendvertreter Tanja Kulms, Tino Gerber und Nina Kreuzkam am Wochenende in einem offenen Brief.

Selbst eine konkret gestellte Frage eines Jugendlichen sei lediglich belächelt worden. Über die Bitte einiger Jugendlicher, weniger Fachausdrücke bzw. Fremdwörter zu verwenden, sei hinweggesehen worden.

„Das Publikum war mit einem sehr hohen Anteil an Jugendlichen besetzt, welche einen Einblick in die Politik der jeweiligen Parteien gewinnen wollten“, schreiben die drei Jugendvertreter weiter. „Wenn man sich bezüglich der anstehenden Bundestagswahl noch nicht sicher war, welche Partei man wählen sollte, so konnte man sich durch diese Podiumsdiskussion immer noch kein Bild machen“, heißt es in dem Brief. Die Sander Jugendvertretung befürchtet, dass „mit solchen Darbietungen die Wähler und Wählerinnen von morgen vergrault“, werden können.