SANDKRUG - Mit Blaulicht zum Bankraub oder zum spektakulären Autounfall rasen – diese Seite der Polizeiarbeit erleben die vier Beamten der Polizeistation in Sandkrug nur sehr selten. Oberkommissar (OK) Eckart Stapel (52), OK Harald Brinkmann (57), Polizeikommissarin (PK) Marita Leh (39) und PK Peter Oeljeschläger haben sorgen dennoch für Sicherheit in jeder Beziehung.

Zu ihnen in die Weserstraße 3a kommen die Bürger mit Anzeigen und Beschwerden, die Beamten vernehmen Zeugen und Verdächtige oder kümmern sich um die Sicherheit von Fahrrädern und Schulkindern. „Seit mehr als 30 Jahren gibt es eine Polizeistation in Sandkrug“, erinnert sich Harald Brinkmann, der schon in der alten Wache am Hatter Weg Dienst getan hat. Seit dem Jahr 2000 haben die Beamten ihren Sitz in der Weserstraße. Aus ursprünglich einer Stelle sind inzwischen drei Vollzeit- und eine Teilzeitstelle geworden – das Bevölkerungswachstum der Gemeinde machte die Verstärkung notwendig.

Die Sandkruger Beamten ermitteln bei Straftaten in der Gemeinde, werden aber auch tätig, wenn ein Hatter Bürger in einem anderen Gebiet mit einer Straftat oder einem Unfall zu tun hatte – sei es als Zeuge, Opfer oder auch Täter. Die dann anstehenden Vernehmungen und Befragungen sind die Aufgabe der Polizei in Hatten. Auch bei Festen und Umzügen sorgt sie für Ordnung – die Beamten sind stolz auf ihren guten Kontakt zu Verwaltung und Vereinen. Den so genannten Einsatz- und Sofortdienst übernehmen dagegen Kollegen aus Wardenburg oder Wildeshausen.

Auch wenn es in Hatten keine Kriminalitätsschwerpunkte gibt, die Polizei hat genug zu tun. Im Moment steht die Sicherheit der Schüler ganz oben auf der Liste. Deshalb werden immer wieder Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit kontrolliert oder Eltern auf Schwächen beim Transport der Kinder im Auto hingewiesen. Das hilft auch dabei, den Kontakt zu den Bürgern zu verbessern.

„Wir wollen die Scheu bei den Bürgern überwinden“, erklärt Dienststellenleiter Stapel. „Schulkinder, aber auch Erwachsene sollen uns kennen und vertrauen.“ Dann, so hoffen die Polizisten, würden sich Bürger auch noch vertrauensvoller als bisher melden, wenn sie verdächtige Beobachtungen machen oder ein Problem haben.

Zu erreichen sind die Beamten montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr in der Wache oder unter 04481/88 88. In Notfällen sollte aber immer die 110 angerufen werden.