Schacht Konrad in Salzgitter ist eine aufgegebene Eisenerzgrube und das einzige Atommüllendlager in Deutschland, das nach dem Atomrecht genehmigt wurde. Das nach dem früheren Vorsitzenden der Salzgitter AG, Konrad Ende, benannte Bergwerk war nur anderthalb Jahrzehnte in Betrieb. Anfang der 1970er Jahre wurde es wegen Unrentabilität geschlossen. Der Bund erwarb die Grube und ließ sie von 1975 an als mögliche Lagerstätte für radioaktive Abfälle untersuchen. 1982 stellte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Genehmigungsantrag zum Bau eines Endlagers. Rund 300 000 Bürger erhoben dagegen erfolglos Einwendungen. Nach bisherigem Stand kostet der Umbau der Grube zum Endlager 1,6 Milliarden Euro.
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