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Schlosshöfe dokumentieren Schwandners Wortbruch

Betrifft:

„Schlosshöfe schon zur Hälfte belegt“ (NWZ vom 23.September)

Anlässlich der (verspäteten) Grundsteinlegung der sogenannten Schlosshöfe äußert sich auch OB Schwandner. Er sieht darin „eines der ganz großen Projekte für die Entwicklung unserer Innenstadt” und ist der Meinung, dass mit deren Fertigstellung „eine Blüte, ein Niveau erreicht werde, wie es Oldenburg noch nicht gehabt hat”. Es mache die Innenstadt zukunftssicher.

Unabhängig davon, ob dies eine realistische Sichtweise ist (das wird erst die Zukunft beantworten), muss noch einmal auf die unglaubliche Verlogenheit des OB hingewiesen werden. Er trat an, um das ECE zu verhindern. Die Einzelheiten sind hinlänglich bekannt. Aber dann sollte er jetzt und in Zukunft lieber den Mund halten, sich bei offiziellen Anlässen im Zusammenhang mit ECE krank melden oder unabkömmlich sein. Für mich, der in demokratischer Glaubwürdigkeit ein hohes Gut sieht, sind die Äußerungen des Herrn Schwandner geradezu unerträglich. Er gehört einfach abgewählt, das wäre Ausdruck einer lebendigen und funktionierenden Demokratie. Auch in der CDU-Fraktion gibt es durchaus Stimmen, die mit Herrn Schwandners Verhalten so ihre Probleme haben.

H. Fangmann

Oldenburg

*

Nicht völlig überraschend für die Öffentlichkeit hat Herr Schwandner plötzlich nur noch lobende Worte für das ECE (Schlosshöfe). Es sei eines der ganz großen Projekte für die Entwicklung unserer Innenstadt. (...) Es sei ein Projekt, „um die Innenstadt zukunftssicher machen zu können“. Zur Erinnerung: Das waren die entscheidenden widerstreitenden Aussagen, mit denen Herr Schwandner die OB-Stichwahl gewonnen hat:

17. September 2006: Schwandner: „Für mich ist klar, dass das ECE die Innenstadt schwächt, und zwar nachhaltig“. Schütz: „Das ECE hat eine starke Magnetwirkung auf die Stadt“.

21. September 2006: Schwandner: „Das Einkaufszentrum passt nicht in die Stadt, die Konzeption stammt aus den 90er Jahren. Ich werde keine Baugenehmigung erteilen, wenn ich zum OB gewählt werde". Schütz: „Die Innenstadt verliert durch die Famila-Erweiterung in Wechloy und die Ikea-Ansiedlung an Anziehungskraft. Das ECE gibt für die City einen Impuls; das mit 15 000 Quadratmetern im bundesweiten Vergleich eher kleine Einkaufscenter befruchtet die Innenstadt“.

Es ist zwar gut, dass Herr Schwandner (...) nun die Aussagen von Herrn Schütz übernimmt, aber welcher Charakter steckt hinter einer solchen Wandlung?

Herr Schwandner Sie haben Ihre Wähler vorsätzlich betrogen. Wenn sie auch nur eine Spur von Charakter haben, treten sie zurück und begeben sich dorthin, wo ohnehin ihr Lebensmittelpunkt ist – nicht in Oldenburg.

Rudolf Schwartz

Oldenburg
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