Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist kein Sportwagen-Freund. Auf die Frage, ob er schon mit einem Porsche gefahren sei, antwortete der CDU-Politiker in einem Interview: „Ja, bin ich. Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin nicht so der Sportwagen-Fan.“ So bleibt Wulff erspart, was Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) anhängt, nämlich das Image eines Angebers, nachdem er einen gebrauchten Ferrari gekauft hatte. Wulff fährt Audi.
Wenn sich Politiker in diesen Tagen zu einer Klausur zurückziehen, ist der Name nur noch selten Programm. Klausur stammt vom lateinischen „claudere“, was „abschließen“ bedeutet. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat hingegen die „Weltstadt mit Herz“ München zum Tagungsort bestimmt. Nicht gerade abgeschieden. Anders die niedersächsische SPD-Landesgruppe im Bundestag. Sie tagte in dieser Woche in Warberg im Kreis Helmstedt – recht karg, wie man hört. Handy-Empfang mäßig, zeitweilig Essen ohne Besteck. Konzentration auf das Wesentliche.
Olaf Reichert
