Sage - Wenn die Liebe funkt, dann spielt der Ort beim Kennenlernen nur eine nebensächliche Rolle. Die Blicke von Marianne, geborene Bogicevic, und Heiko Stramann, die am Freitag in Sage ihre goldene Hochzeit feierten, trafen sich erstmals in der Achterbahn auf dem Mariä Geburtsmarkt in Cloppenburg. Das war im Mai 1965.

Ende 1965 stand die Verlobung der frisch Verliebten an. Am 19. August 1966 läuteten die Hochzeitsglocken in der St. Marienkirche in Großenkneten. „Das war bei genauso schönem Sommerwetter wie heute“, erinnert sich Marianne Stramann zurück. Getraut wurde das Liebespaar von Pastor Volkers.

Der Lebensmittelpunkt nach der Trauung war der damalige Gasthof zur Linde in Sage. „Der gehörte meinen Eltern. Gefeiert wurde natürlich bei uns auf dem Saal. Eine schöne Feier“, erinnert sich Heiko Stramann zurück. 1968 verkauften die Eltern das Gasthaus und bezogen 1969 ihr gerade errichtetes Eigenheim an der Friedenseiche in Sage. Zwei Kinder, Tochter Alexandra und Sohn Matthias, stammen aus der Ehe. Heute gehören auch zwei Enkelkinder zum engen Familienkreis.

Seit 45 Jahren ist der Jubelbräutigam begeisterter Jäger. Entsprechend leiteten die Sager Waidmänner und Jagdhornbläser den Ehrentag ein. Unter dem Motto „Heute wird gefeiert“, feierten sie 50 Schuss Salut und bliesen die Jagdsignale.

Auch die Nachbarn leisteten ganze Arbeit. Stolz thront im Garten die 50, eingebunden in Buchsbaum, und der Ehrenkranz vor der Tür. Am Abend wurde im Festzelt im Garten mit Familie, Verwandten, Nachbarn, Freunden gefeiert.

Heute genießen die Eheleute den Unruhestand. Heiko Stramann war 18 Monate Soldat beim Panzerartillerie-Bataillon 311 in Varel, arbeitete sechs Jahre bei AEG und bis zum Vorruhestand bei der BEB. Marianne Stramann war 30 Jahre in der Gastronomie-Küche tätig. Zuletzt bei Tüdick. Noch heute kocht die Jubelbraut für ihr Leben gern.