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Migration In Schortens Hälfte der Flüchtlinge schon wieder weg

Schortens - 520 Migranten und Flüchtlinge hat die Stadt Schortens seit der großen Flüchtlingswelle 2015 aufgenommen. Inzwischen sind allerdings nur noch rund 300 von ihnen in der Stadt – die übrigen leben inzwischen in anderen Städten oder sind nicht anerkannt und daher ausgewiesen worden. Von den aktuell 300 Schortenser Flüchtlingen wiederum beziehen 200 Personen Leistungen vom Jobcenter – sprich: Hartz IV –, und stecken in Qualifizierungsmaßnahmen, rund 100 Flüchtlinge fallen in die Zuständigkeit der Stadt.

Sinkende Flüchtlingszahl

Diese Zahlen nannte Schortens’ Ordnungsamtsleiter Thomas Berghof am Mittwochabend im zuständigen Fachausschuss der Stadt. In Vertretung von Gisela Sandstede, die Sprecherin des Schortenser Integrationslotsenvereins, stellte Berghof den jüngsten Migrationsbericht vor.

Die Zahl der aktiven Integrationslotsen ist weiterhin relativ begrenzt. Etwa 100 Schortenser hatten sich in der ersten und mittlerweile verflogenen Euphorie als Integrationslotsen registrieren und ausbilden lassen, 20 bis 30 sind heute noch aktiv dabei. Diese würden für ihre Arbeit vom Landkreis unter anderem mit Fahrtkostenzuschüssen un­terstützt, berichtet Berghof.

Nach wie vor sind die Integrationslotsen an ihrer Leistungsgrenze angelangt. Die Lotsen arbeiten ehrenamtlich und sind zumeist auch schon älter. Begleitung bei Behördengängen und anderen Terminen seien anstrengend. Unterstützt werden die Lotsen von den Sozialarbeitern der Stadt Schortens. Zwei Drittel des Personenkreises, die noch von der Stadt betreut werden, würde von den Sozialarbeitern abgedeckt. Um das übrige Drittel – ca. 100 bis 130 Flüchtlinge und Migranten – kümmerten sich die Integrationslotsen. Zielsetzung der Integrationsarbeit sei, die Flüchtlinge auf dem Weg in ein selbstständiges Leben in der neuen Umgebung zu unterstützten.

Bis Ende des Jahres werden voraussichtlich noch 36 Personen neu nach Schortens zugewiesen, berichtet Berghof. Wohnraum für die Unterbringung steht zur Verfügung. Es gebe noch die eine oder andere leerstehende städtische Unterkunft sowie einige angemietete Wohnungen.

Werkstatt ein Treffpunkt

Ein gut frequentiertes Projekt der Integrati­onslotsen ist die in Schortens an der Ecke Menkestraße und Plaggestraße eingerichtete soziale Werkstatt, in der zwei mal pro Woche gemeinsam an Fahrrädern geschraubt wird. Diese Werkstatt hat sich zu einem echten Treffpunkt entwickelt und könnte ihr Angebot und Ausrichtung erweitern. So gibt es Überlegungen, dort auch eine Computerwerkstatt einzurichten oder Bewerbertrainings anzubieten.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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