Abbehausen - Zu einer lebhaften Plauderstunde über lokalpolitische Themen entwickelte sich am Mittwochabend im Butjadinger Tor die Jahreshauptversammlung des Abbehauser SPD-Ortsvereins.
Karlheinz Ranft als SPD-Vertreter des Doppeldorfes im Kreistag sollte Auskunft darüber geben, warum sich das Kreisparlament so schwer damit tut, den sowohl vom Schulzentrum Am Luisenhof als auch von der Oberschule I geäußerten Wunsch umzusetzen, in Nordenham als zukunftsweisende Schulform eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einzurichten. Schließlich sei das Angebot einer IGS für Schüler wesentlich attraktiver, als es das Angebot einer Oberschule sein könne. Karlheinz Ranft sprach von „gegenseitigen Animositäten“ und äußerte die Erwartung, dass sich endlich die Gremien beider Schulen zusammensetzen, um gemeinsam ein Konzept zu stricken.
Grundschule sicher?
Von Ratsherr Christian Schöckel wollten die Ortsvereinsmitglieder wissen, ob der Grundschulstandort Abbehausen sicher sei. Ja, aber nur solange die Zweizügigkeit weitgehend vorhanden sei, berichtete er aus dem Ratsarbeitskreis Schulentwicklung. Er riet der Primarschule, möglichst bald ein Ganztagsschulkonzept umzusetzen, da immer mehr Eltern auch ein schulisches Angebot am Nachmittag einforderten. Zukunft, so sagte er, hätten nur die Grundschulen, die für ein Ganztagsangebot offen seien.
Zum Thema der Nachnutzung des ab Sommer leerstehenden Hauptschultraktes sagte Ortsratsmitglied Michael Garbe, er habe Verständnis für den jüngst in der Jahreshauptversammlung des TSV-Abbehausen geäußerten Unmut darüber, dass der Ortsrat die Idee, die Räume für ein TSV-Gesundheitszentrum nutzen zu dürfen, ablehne. Doch diese Auskunft stimme nicht, erzählte Michael Garbe aus dem Dorfparlament. Richtig sei vielmehr, dass noch nie gemeinsam über die TSV-Initiative diskutiert worden sei und das Thema auch noch nie zur Abstimmung gestanden habe. Er wolle sich darum kümmern und Vertreter des TSV-Vorstands zur nächsten SPD-Fraktionssitzung einladen.
Weitere Themen der Diskussionsrunde waren unter anderem die Zukunft des Berufsschulstandortes Nordenham, der städtische Haushalt, der Verkauf eines Teils des Klärwerksparks sowie die regelmäßig vom Ortsvereinsvorstand organisierte Müllsammelaktion im Doppeldorf.
Vorstandswahlen
Während die politische Diskussion viel Raum einnahm, wurden die Neuwahlen zügig abgearbeitet. Als neue 1. Vorsitzende übernahm Hannelore Hoffmann das Amt von Horst Milotta. Horst Milotta und Maurice Schöckel gehören als Stellvertreter zur Führungsriege. Wolfgang Manninga bleibt Schriftführer und Michael Garbe Kassenwart.
