Dangast - „Anstecken, Herr Minister!“ Eine kleine Regieanweisung gab Frieslands Landrat Sven Ambrosy Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, der am Montag im Nationalparkhaus Dangast sein erstes Verdienstkreuz überreichte. Die Ehre wurde dem Vareler Dr. Thomas Clemens zuteil. Der Vorsitzende des Mellumrates erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein „unvergleichliches Engagement für Umwelt- und Naturschutz“.
Thomas Clemens ist seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich für die Natur- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat aktiv, davon lange Jahre als Vorsitzender. „Er hat sich mit großem persönlichen Einsatz um den Natur- und Umweltschutz an der Küste verdient gemacht“, lobte Wenzel das Engagement des Biologen und skizzierte kurz seinen Werdegang. Nach Forschungen über den Vogelzug auf Helgoland und über das Birkhuhn hatte 1990 Clemens’ Wirken für den Mellumrat begonnen. Ihm sei es in dieser Zeit gelungen, so Wenzel, auf die Notwendigkeit des strikten Schutzes des Wattenmeeres aufmerksam zu machen. Bedeutende aktuelle Projekte seien das Müllmonitoring auf Mellum, das wichtige Aufschlüsse über den Müll in der Nordsee gebe, sowie die Wanderausstellung „Müll am Strand – na und?“.
„Stolz auf den wichtigen Mitstreiter für Umwelt- und Naturschutz“ ist auch Sven Ambrosy. Unter der Leitung von Clemens habe sich der Mellumrat kontinuierlich weiterentwickelt. „Sie sind ein leidenschaftlicher Verfechter für Natur und Umwelt mit großem Sachverstand“, sagte Ambrosy. Das Bewahren der Natur sei seine Lebensaufgabe. „Sie haben den Richtigen ausgezeichnet, das haben Sie toll gemacht“, lobte Ambrosy auch Stefan Wenzel.
Thomas Clemens dankte in seiner Ansprache seiner Frau Sabine Petermann und seinen Freunden und Weggefährten, die zu der Feierstunde ins Nationalparkhaus gekommen waren und die ihm eine große Hilfe bei seiner Arbeit gewesen seien. „Meine Arbeit für den Mellumrat ist außerordentlich befriedigend, ich kann die Summe meiner beruflichen Erfahrung einbringen“, sagte er, „unsere Arbeit im Mellumrat ist zutiefst erforderlich.“
