Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Tierhaltung in Niedersachsen Zahl der Schweine im Land sinkt auf 25-Jahrestief

Die Zahl der Schweine in Niedersachsen liegt mit 7,38 Millionen so tief wie seit 25 Jahren nicht.

Die Zahl der Schweine in Niedersachsen liegt mit 7,38 Millionen so tief wie seit 25 Jahren nicht.

LWK Niedersachsen

Oldenburg - Die Zahl der Schweine in Niedersachsen ist binnen eines Jahres um 10 Prozent auf 7,38 Millionen gesunken (Stichtag: 3. Mai 2022) – und liegt damit so tief wie seit 25 Jahren nicht. Das hat die repräsentative Schweinezählung des Landesamts für Statistik ergeben, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mitteilt.

Besonders die Zahl der Ferkel und Jungschweine habe überproportional abgenommen. Dies lasse darauf schließen, dass sich auch im zweiten Halbjahr 2022 das Schlachtschweineangebot weiter deutlich verringern wird.

Schneller Strukturwandel

Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe lag zum Stichtag in Niedersachsen nur noch bei 4400 Unternehmen und hat damit gegenüber dem vergangenen Jahr um 10,9 Prozent abgenommen.

In anderen Bundesländern läuft der Strukturwandel noch weitaus schneller ab: So fiel in Baden-Württemberg die Zahl der Schweine auf den tiefsten Stand seit 70 Jahren. „In Süddeutschland bieten sich für Betriebsleitende vielfach noch attraktivere Beschäftigungsmöglichkeiten, sodass sie sich noch schneller aus der Schweinehaltung verabschieden als in Norddeutschland“, erklärt Dr. Albert Hortmann-Scholten, bei der LWK Leiter des Fachbereichs Betriebswirtschaft, Markt, Unternehmensberatung.

Überproportional hoch sei mit 11,9 Prozent der Rückgang der Zahl der Zuchtsauen und mit 10,7 Prozent das Minus bei der Zahl der Sauenhalter. „Das spiegelt die extrem schwierige wirtschaftliche Situation dieses Betriebszweiges wider, da im Mittel seit circa 30 Monaten keine kostendeckenden Erlöse erwirtschaftet werden konnten“, sagt Hortmann-Scholten.

Sehr angespannte Lage

Die Zahl der Mastschweine, die etwa 52 Prozent der Schweinehaltung ausmachen, lag im Mai dieses Jahres mit 3,8 Millionen Tiere um 8,2 Prozent niedriger als im November 2021. „Schweinemäster können schneller auf die angespannte Marktlage reagieren, indem sie beispielsweise vorübergehend Schweineställe nicht mehr mit Mastferkeln belegen“, sagt Hortmann-Scholten. Insgesamt bleibe die Lage auch hier trotz der zuletzt angestiegen Notierungen aufgrund der sehr hohen Energie- und Futterkosten ökonomisch sehr angespannt.

In Folge des geschrumpften Tierbestandes wird der Anteil an importiertem Schweinefleisch im Lebensmitteleinzelhandel laut LWK ansteigen. Die Kammer rät Verbrauchern, beim Kauf auf die deutsche Herkunft zu achten oder am besten zu regionalem Schweinefleisch zu greifen. Adressen von direktvermarktenden Betrieben sowie Wochenmarkt-Termine sind zu finden unter www.service-vom-hof.de

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Im November 2023 brannten auf dem Parkplatz an der Kirchstraße/Pottbackerslohne in Norden in der Nacht vier Autos aus.

FAMILIÄRE STREITIGKEITEN ALS MOTIV Polizei gelingt Ermittlungserfolg im Fall der Autobrände in Norden

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Kolumne
Werbung an der Kröpke-Uhr fürs Europa-Fest in Hannover: Musiker der Band Brazzo Brazzone und Walking-Act „Miss Europa“

EUROPA-FEST IN HANNOVER Das Motto der Ministerin: Erst feiern, dann wählen

Stefan Idel Büro Hannover
Mit Bildergalerie
Die Garage in Schierbrok war nicht mehr zu retten.

FEUERWEHREINSATZ IN GANDERKESEE Garagenbrand in Schierbrok – eine Person verletzt

Annika Schmidt
Schierbrok
Nach Zündung der beiden Sprenglandungen sackte der Kran zusammen und fiel wie geplant zu Boden.

RHENUS MIDGARD Kran im Nordenhamer Hafen gesprengt

Nordenham
Zieleinlauf beim Matjeslauf in Emden 2023

VOLKSLÄUFE IM NORDWESTEN IM JUNI – TEIL 1 Von 5 Kilometer bis 6 Stunden – Elf Startgelegenheiten bis zu den Sommerferien

Mathias Freese
Nordwesten