SCHWICHTELER - Auf seiner letzten Versammlung vor der Sommerpause hat sich „Dei Plattdütsche Kring in ’n Heimatbund för dat Ollenborger Münsterland“ im Kloster Christinenhof in Schwichteler unter anderem mit dem Entwurf des Erlasses „Die Region und ihre Sprache im Unterricht“ befasst. Außerdem ging es um das Projekt „Plattdeutscher Kinderchor“. Die Sitzung leitete Alfred Kuhlmann, Schriftführer des „Kring“ anstelle des erkrankten „Kring“-Vorsitzenden Rudi Timphus.

Der Entwurf gehe dem „Kring“ nicht weit genug, so Alfred Kuhlmann: „Die Regelungen sind viel zu unverbindlich gefasst.“ Statt der weichen Formulierungen „kann“ beziehungsweise „können“ müsste eine Verbindlichkeit durch die Worte „muss“ oder „müssen“ gewährleistet werden. Eine entsprechende Stellungnahme hat der „Kring“ über den Heimatbund für das Oldenburger Münsterland an den Niedersächsischen Heimatbund (NHB) übersandt.

Das Projekt „Plattdeutscher Kinderchor“ auf dem „Familientag“ des Verbundes Oldenburger Münsterland am 18. September soll auf jeden Fall laufen. Bislang, so Kuhlman, hätten sich bereits 15 Schulen und Kindergärten mit mehr als 200 Kindern für eine Teilnahme entschieden. Die „Kring“-Mitglieder waren der Auffassung, dass es eine gelungene Aktion sei, die bei den Kindern noch mehr Interesse bei den Kindern für die plattdeutsche Sprache zu wecken können.

Des Weiteren beschäftigte sich die Versammlung mit den bei den Landkreisen Vechta und Cloppenburg möglichst zu berufenen „Plattdeutschbeauftragten“. Sie sollen eine griffigere Bezeichnung erhalten. Vorschlag des „Kring“: „Dei Plattdütsche“ mit einem Zusatz für den jeweiligen Kreis – zum Beispiel „Dei Plattdütsche för den Kreis Vechte“. Sofern die Städte und Gemeinden im Oldenburger Münsterland später ebenfalls Beauftragte für die plattdeutsche Sprache benennen, könnte die neue Bezeichnung mit der jeweiligen Ortsangabe übernommen werden.

Vor der Sitzung erläuterte „Kring“-Mitglied Clemens Willenborg die Entstehungsgeschichte des Klosters sowie der Klosterkirche und informierte über den Ort Schwichteler. Es schloss sich eine Besichtigung des Klosters mit Schwester Cherubine an.