Morgen wird er dem niedersächsischen Umweltminister Hans Heinrich Sander „sein“ Revier und vor allem die neu geschaffenen Biotope vorstellen. Aufgeregt ist Kreisjägermeister Günther Wemken überhaupt nicht: „Wenn man seit Jahren alle möglichen Gruppen und auch Personen des öffentlichen Lebens durch die Reviere geführt hat, ist das nichts Außergewöhnliches mehr.“

1940 wurde Günther Wemken in Delfshausen geboren, heute lebt er in Hankhausen, aber damit immer noch im Revier. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Jäger, inzwischen auch Kreisjägermeister. Beide Söhne engagieren sich ebenfalls in der Jägerschaft.

„Jeder sollte das Ziel haben, im Leben etwas zu erreichen“, sagt Wemken. Seines war und ist es, „die Landschaft so zu gestalten, dass sie eine Heimstatt für die Tiere wird“. 60 Hektar haben die Jäger unter seiner Mitwirkung in den vergangenen 30 Jahren aufgeforstet, verstärkt wurden seit Anfang der 90er Jahre Schutzflächen angelegt, inzwischen auch die ersten Feuchtbiotope.

Zu sehen, wie die Tierwelt hier gedeiht, gehört für Günther Wemken zu den schönsten Momenten in der Hege und Pflege. Und die Erfahrungen weiter zu vermitteln, junge Leute zu motivieren, „ist jedesmal ein neuer Antrieb“. Der passionierte Jäger und Heger gibt sein Wissen inzwischen auch an der Hochschule Vechta weiter.wm

Günther Wemken

Kreisjägermeister