Im Norden - Wegen der Umstellung auf G 9 an den Gymnasien gibt es 2020 keinen klassischen Abiturjahrgang in Niedersachsen. Die Auswirkungen für die Universitäten in der Region könnten unterschiedlicher nicht sein. Während in Bremen weniger Bewerber verzeichnet wurden, stiegt die Zahl in Lüneburg sogar an. Hier ein Überblick:
Oldenburg
Die Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg verzeichnet eine Studienbewerber-Anzahl auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Man gehe davon aus, dass unter den Bewerbern einige sind, deren geplanter Auslandsaufenthalt coronabedingt nicht stattfinden kann.
Dasselbe dürfte für Freiwilligendienste oder Praktika gelten, die entweder entfallen oder die aus eigenen Sicherheitsbedenken nicht angetreten werden. Hinzu kommen jene, die sich schon vor Ausbruch der Pandemie aus strategischen Gründen für einen Studienstart entschieden hatten – weil sie sich in diesem Jahr wegen des fehlenden Abiturjahrgangs bessere Chancen auf ihren Wunschstudienplatz ausrechneten, hieß es. Die Lehrveranstaltungen starten in der Regel am 19. Oktober.
An der Jade
Hochschule
Oldenburg sind Bewerbungen zwar noch möglich, aber insgesamt sind es etwa zehn Prozent weniger als zuletzt. Die Vorlesungen haben an diesem Montag bereits begonnen.
Lüneburg
Die Bewerberzahlen der Leuphana Universität Lüneburg sind stark angestiegen. Fast 11 000 Bewerber auf rund 1400 Studienplätze – das sind gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr. Die Startwoche beginnt am 1. Oktober, die regulären Lehrveranstaltungen am 12. Oktober.
Hannover
Auch die Vorlesungszeit an der Leibniz Universität
Hannover beginnt am 12. Oktober. Zu den Zahlen kann noch keine Aussage gemacht werden, da die Bewerbungsphase für zulassungsfreie Bachelorstudiengänge bis zum 30. September läuft. Da sich die Studienanfänger häufig an verschiedenen Unis bewerben, seien am Ende auch nicht die Bewerbungszahlen entscheidend, sondern die Zahl der tatsächlich immatrikulierten Studenten, teilte die Uni mit.
Bremen
Die Universität Bremen verzeichnet einen Rückgang von Bewerbern, für eine Bilanz sei es zu früh. Denn zwischen dem 1. und 15. Oktober kann man sich noch für zulassungsfreie Bachelor-Studiengänge einschreiben. Studienbeginn ist der 2. November. Die Uni ist besorgt, dass internationale Studenten wegen Corona bürokratische Probleme bekommen könnten.
