Belgrad - Ein Personenzug, den Serbien am Samstag erstmals seit fast 20 Jahren auf die Reise von Belgrad ins Kosovo geschickt hat, hat für einen Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen beiden Ländern gesorgt. Albanische Polizisten stoppten den Zug an der Grenze.

Serbiens Präsident Tomislav Nikolic drohte am Sonntag mit dem Einsatz der Armee. „Wir werden die Armee schicken, um die Serben vor ihrer potenziellen Ermordung zu schützen“, sagte Staatspräsident Tomislav Nikolic: „Wenn Serben umgebracht werden, werden wir die Armee schicken.“ Serbien hatte den Zug auf die Reise in den Norden des Kosovos geschickt, wo die serbische Minderheit die lokale Mehrheit stellt. Allerdings hatte der Zug viele umstrittene Symbole an Bord. So war er mit Fotos von Fresken aus serbischen Klöstern im Kosovo geschmückt. In zahlreichen Sprachen war auf dem Zug zu lesen „Kosovo ist Serbien“.