Nunist die Entscheidung gefallen, aber ob daraus auch Politik werden kann, ist noch fraglich. Im Oldenburger Münsterland sind die Verhältnisse klar. Die Region zwischen Damme und Barßel hat sich einmal mehr als sichere Bastion für die CDU erwiesen. Franz-Josef Holzenkamp hat bei seinem ersten Start ein noch besseres Erststimmen-Ergebnis erzielt als sein Vorgänger. Wie erwartet, hat er den Wahlkreis direkt gewonnen und fährt nach Berlin.

Dort wird er Gabriele Groneberg wiedertreffen, die schlechter als erwartet abgeschnitten hat, über die Liste der SPD aber einen Platz im Parlament findet. Vielleicht werden sich die beiden Abgeordneten aus OM aber in neuen Rollen finden. Wer nun zur Regierung gehören wird, und wer zur Opposition, wusste gestern Abend beim besten Willen noch keiner zu sagen.

Was bedeutet die Konstellation für das Oldenburger Münsterland? Nun, die Probleme wurden durch die Wahl wohl nicht gelöst. Die Landwirte hatten sich sicherlich von Holzenkamp und der CDU zum Beispiel Rahmenbedingungen erhofft, die sie mit ihren europäischen Berufskollegen auf eine Ebene setzen. Damit wäre der Landwirtschaft hier schon mal geholfen. Vielleicht wäre dieses Ziel aber auch in einer großen Koalition erreichbar. Gestern blieb auch dieses Problem offen.

Und Anne Rameil und Peter Primus? Dass die Grüne und der Gelbe keinen Platz in Berlin bekommen, war beiden klar. Von Rameil wird man noch hören, von Primus wahrscheinlich erst wieder zur nächsten Bundestagswahl.

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