Bockhorn - Elfriede Daxl möchte gerne eine „Mitnehm-Bank“ als Anlaufpunkt für Mitfahrgelegenheiten in der Gemeinde Bockhorn initiieren. Wünschenswert seien auch Pflegepaten, die ein- bis zweimal pro Woche Bewohner im Altenheim besuchen, sagt die Grabstederin. Elfriede Daxl ist eine von fünf Kandidaten, die sich für die Wahl zum Seniorenbeirat der Gemeinde Bockhorn aufstellen lassen. Am Donnerstag wird das Gremium neu gewählt.

Max Müller, 1940 in Schlesien geboren, ist seit den Anfängen im Seniorenbeirat und tritt auch jetzt wieder an. „Ich habe mich schon mein Leben lang für die Öffentlichkeit eingesetzt“, sagt er. Max Müller ist zweiter Vorsitzender im Sozialverband VdK Bockhorn und Vorsitzender des Bockhorner Shanty-Chores.

Alle fünf Jahre wählen die Bürger den Seniorenbeirat. Das Gremium nimmt die Interessen der älteren Bürger gegenüber Rat, Verwaltung, sonstigen Behörden und Institutionen sowie der Öffentlichkeit wahr. Die Mitglieder erarbeiten Anträge und Resolutionen und bieten Hilfestellung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Der Seniorenbeirat ist parteipolitisch und konfessionell neutral und unabhängig. Er besteht aus fünf Mitgliedern.

Erika Wichnalek kandidiert zum ersten Mal für den Seniorenbeirat. Seit kurzem lebt sie in der Gemeinde Bockhorn. Vorher wohnte Erika Wichnalek in Obenstrohe. Sie engagiert sich in einer Frauengruppe der Kirchengemeinde St. Bonifatius und im Geburtstagskreis. Dort besucht sie ehrenamtlich ältere Menschen. „Ich persönlich möchte mich für die Rechte der alten Menschen einsetzen. Ich möchte, dass die Sorgen, die an uns herangetragen werden, gehört werden“, beschreibt die Seniorin ihre Motivation.

Sich weiter im Seniorenbeirat engagieren möchte auch Walter Daxl, Jahrgang 1933. Der Grabsteder hatte damals die Idee, einen Seniorenbeirat zu gründen. Themen, die er mit dem Beirat angehen möchte, seien sei unter anderem eine Neuregelung der Gehwegreinigung vor dem eigenen Grundstück, die Doppelbesteuerung der Rente und auch die Barrierefreiheit. So müssten dringend mehr Bordsteine abgeflacht werden, meint Daxl. Auch an öffentlichen Toiletten fehle es in Bockhorn.

Als fünfte Kandidatin ist Melenda Stoffers dabei. Sie war 30 Jahre in der Pflege tätig, davon 19 Jahre als Heimleiterin in Sulingen. Vor einigen Jahren kehrte die gebürtige Bockhornerin in ihre Heimat zurück. „Ich bin immer noch gerne mit älteren Menschen zusammen und für sie tätig“, sagt Melenda Stoffers.