Hude/Wüsting - Der 1. August 2013 ist ein Datum, dem zahlreiche Kommunen mit Bangen entgegenblicken – dann haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind, sobald es ein Jahr alt ist. Im Huder Rathaus sieht man sich indes auf der sicheren Seite: 108 bestehenden Plätzen für Kinder unter drei Jahren stehen derzeit 118 Anmeldungen für das zum 1. August beginnende neue Kindergartenjahr gegenüber. Das Fehlen von zehn Plätzen will die Gemeindeverwaltung mit einer weiteren Krippengruppe in Hude auffangen. Die 15 zusätzlichen Plätze sollen durch die Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Marien geschaffen werden. Dort gibt es bereits seit August 2011 eine Krippengruppe. Der Sozialausschuss hat dafür am Montagabend einstimmig grünes Licht gegeben. Ein endgültiger Beschluss soll indes erst dann gefasst werden, wenn die Planung und eine Kostenberechnung vorliegen.
Fachbereichsleiter Uwe Schubert erläuterte, dass am 31. Januar ein Gespräch mit dem Planer terminiert sei. Im Februar sollen die Kosten beziffert werden, im März ist eine zusätzliche Ausschuss-Sitzung vorgesehen, in der Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen. Die katholische Kirche habe ihre Bereitschaft bekundet, die Trägerschaft zu übernehmen. Bürgermeister Axel Jahnz betonte, beim Kindergarten St. Marien handele es sich um ein gemeindeeigenes Gebäude, das an die Kirche verpachtet worden sei: „Wir investieren also in unser Eigentum.“
„Bei der Schaffung von Krippenplätzen sind wir die schnellste Gemeinde im ganzen Nordwesten“, hob Jahnz stolz hervor. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man die neue Krippengruppe rechtzeitig zum 1. August „zum Laufen bekommen“ werde.
Für die 15 bestehenden Krippenplätze im Kindergarten St. Marien sind zum neuen Kindergartenjahr 30 Anmeldungen eingegangen. Ausgebucht ab 1. August 2013 sind die beiden Krippengruppen im evangelischen Kindergarten „Regenbogeninsel“ sowie die Krippe im Kindergarten Wüsting. Für die fünf Plätze, die unter Dreijährigen in der alterserweiterten Gruppe im Huder Kindergarten „Gänseblümchen“ vorbehalten sind, gibt es zehn Anmeldungen. Mit freien Plätzen rechnet die Gemeindeverwaltung im Kindergarten Altmoorhausen (9 von 15 Krippenplätzen sind belegt) und in der „Villa Kunterbunt (25 von 29 belegt).
Ebenfalls keine Sorgen bereitet die Betreuung im Regelbereich für die Drei- bis Sechsjährigen: Von den 426 Plätzen werden nach derzeitigem Stand zum 1. August 396 belegt sein. Die Verwaltung geht davon aus, dass die 13 dann noch freien Plätze im Kindergarten Wüsting wegen der Baulandentwicklung relativ zügig belegt sein werden.
