Berlin - Im 25. Jahr der Deutschen Einheit hatte die Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen so viele Besucher wie noch nie. Es kamen knapp 444 000 Interessierte in das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit, teilte ein Sprecher mit. Das sei ein Rekord. 2014 besichtigten rund 8000 Besucher weniger den authentischen Ort.
In der Haftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt. Hunderte von Stasi-Mitarbeitern sollten laut Gedenkstätte dafür sorgen, dass die Gefangenen in Verhören verwertbare Aussagen für eine Verurteilung machen. Isolation und Überwachung prägten den Gefängnisalltag. Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.
