St. Martin En Campagne/Stadland - Der Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin mit 12 Toten und rund 50 Verletzten hat auch in der Stadlander Partnergemeinde Petit Caux Entsetzen ausgelöst. Bürgermeister Patrick Martin, ein großer Förderer der Partnerschaft, rief den Freundeskreis in Petit Caux zu einer Gedenkminute auf.

Dazu trafen sich rund 40 Mitglieder am Donnerstagmittag vor dem Rathaus des Hauportes St. Martin en Campagne. Die drei Flaggen vor dem Verwaltungssitz – darunter die französische und die der Partnerschaft – hingen auf halbmast. Zudem hatte der Freundeskreis Plakate mit dem Logo von Petit Caux und einem schwarz-rot-goldenen Herzen mit Friedenstaube und der Aufschrift „Ich bin ein Berliner“ angefertigt.

Schon wenige Stunden nach dem Anschlag hatte Patrick Martin eine SMS an Rainer Borchers geschickt, den Beisitzer für private Kontakte des Freundeskreises in Stadland. Er schrieb: „Wir sind solidarisch mit eurer Angst und eurem Schmerz.“

An der Gedenkminute am Donnerstag konnte Patrick Martin nicht teilnehmen, aber er verfasste eine Rede, die Christian Belletre, der Vorsitzende des Freundeskreises in Petit Caux, vortrug. „Unsere Gemeinde trauert“, hieß in der Rede, und Martin erinnerte an die jüngsten Anschläge in Frankreich. Ihm sei noch die Rede von Bürgermeister Klaus Rübesamen bei dessen Besuch zum Jahrestag des Waffenstillstands 1918 am 11. November in Erinnerung. Darin habe er dazu aufgerufen, angesichts der Gefahren von Terrorismus und Extremismus weiterhin zusammenzustehen.