Upjever/Bamako - Konzentriert stehen die Soldaten des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ um ihr Schutzobjekt. Bei dem Schutzobjekt handelt es sich um das Flugzeug des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Im Rahmen seiner kurzen Afrikareise besuchte Gauck jetzt auch die an der EU-Mission beteiligten deutschen Soldaten im Feldlager Koulioro in Mali. Nach einem ruhigen Flug landete sein Flugzeug in der malischen Hauptstadt Bamako. Erwartet wurde er dort von einer elfköpfigen Gruppe deutscher Objektschützer. Die Soldaten des AMP-Teams (Air Mobile Protection Team) unter Führung von Hauptfeldwebel Stefan Neumann waren für den Schutz des Flugzeugs des Bundespräsidenten abgestellt.
Jahrelange Erfahrung
„Wir sind gut vorbereitet, denn wir haben jahrelange Erfahrung“, sagt Hauptfeldwebel Neumann. „Aber natürlich ist dieser Auftrag für uns etwas Besonderes. Es ist eben nicht alltäglich, dass der Bundespräsident eine so gefährliche Reise antritt.“ Als die Objektschützer bei einer letzten Überprüfung keine Unregelmäßigkeiten feststellen können, nehmen sie Verbindung zur Maschine im Anflug auf und geben ihr OK durch.
Mit lautem Getöse schwebt das Flugzeug ein. Als die Treppen an die A340 herangerollt sind, steigen Bundespräsident Gauck und seine Mitarbeiter aus. Beamte des Bundeskriminalamts sind für den Schutz des Präsidenten verantwortlich, die Luftwaffensoldaten für den Nahbereich rund ums Flugzeug.
Zwar ist das Flugfeld sehr flach und dadurch leicht überschaubar, allerdings wird den Objektschützern ihre Aufgabe durch den protokollarischen Ablauf erschwert: der Bundespräsident wird mit militärischen Ehren empfangen. Das heißt: Viele Personen sind vor Ort, die durcheinanderlaufen.
Auch als Joachim Gauck sich vom Flugzeug entfernt hat, ist an Entspannung noch lange nicht zu denken. Denn in der gesamten Zeit seines Besuchs gibt es Bewegung rund ums Flugzeug: Damit niemand verbotene Gegenstände im oder am Flugzeug platzieren kann, wird jede Person mper Röntgengerät durchsucht. Auch außen bleiben die Objektschützer trotz der sengenden Mittagssonne wachsam. Manipulationen am A 340 sind somit unmöglich.
Mehr Einsätze dieser Art
Am Ende des Tages geht alles gut: Joachim Gauck tritt den Rückflug nach Deutschland. Hauptfeldwebel Neumann blickt für sein Team zufrieden zurück: „Die Beteiligten des BKA haben die Unterstützung der Objektschutzkräfte sehr positiv bewertet. Und es hat sich erneut gezeigt, dass wir durch unsere Ausbildung gut vorbereitet waren.“
In Zukunft wird auf AMP-Teams wie das von Hauptfeldwebel Neumann noch mehr Arbeit zukommen. Schwerpunkt wird die Absicherung der im malischen Gao stationierten Luftfahrzeuge der niederländischen Verbündeten sein.
