• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Sorge vor Dauerkrieg im Jemen

09.03.2016

Maskat Die internationalen Friedensappelle an die Konfliktparteien im Jemen, dem ärmsten Land der Arabischen Halbinsel, werden immer dringlicher. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte am Dienstag bei einem Besuch im Nachbarland Oman alle Seiten vor einer „militärischen Lösung“. „Wir müssen aufpassen, dass der Krieg sich nicht in einem Stillstand festfrisst und dort weitere radikalisierte Elemente Einzug halten.“

Im Jemen tobt ein Bürgerkrieg, an dem auch andere Staaten der Region beteiligt sind. Die aufständischen Huthi-Rebellen kämpfen mit Unterstützung des schiitischen Irans gegen Anhänger des von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 bombardiert eine von Saudi-Arabien geführte Koalition die Rebellen und deren Verbündete aus der Luft. Der Iran und Saudi-Arabien machen sich gegenseitig die Vorherrschaft in der Region streitig.

Im Jemen hat die sunnitische Terrororganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) großen Rückhalt. Sorge bereitet auch der wachsende Einfluss der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Oman ist als Vermittler aktiv. Die begonnenen Friedensgespräche unter Führung der Vereinten Nationen liegen derzeit allerdings auf Eis.

Omans Außenminister Jussuf bin Abdullah äußerte sich zuversichtlich, dass die Gespräche einen Durchbruch bringen könnten. „Wir sehen sehr gute Chancen, dass die Konfliktparteien sich einigen können. Alle spüren zur Zeit, dass der Jemen Frieden und Wiederaufbau braucht.“

Steinmeier lobte Oman ausdrücklich für die Vermittlung. Zugleich mahnte er weitere Anstrengungen an, um zu einer politischen Lösung zu kommen. „Es ist jetzt vielleicht noch zu früh um zu sagen, dass der Weg in die Schweiz wieder offen ist. Aber es mehren sich doch die Zeichen, dass das möglich scheint.“

Weiteres Thema waren die Bemühungen um eine Friedenslösung für Syrien; dazu sind neue Verhandlungen in Genf geplant. Oman gehört ebenso wie Deutschland zu den 17 Ländern der sogenannten Syrien-Unterstützergruppe, die den Friedensprozess in dem Bürgerkriegsland voranbringen will. Zuvor war Steinmeier zu Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.