Die Marienschule wäre die zweite Ganztagsgrundschule im Stadtgebiet. Drei weitere sollen in den nächsten drei Jahren folgen. Dann hätte Friesoythe fünf große und entsprechend starke und gut ausgestattete Grundschulen. Zieht man die Aussage von Bürgermeister Stratmann (SPD) hinzu, aufgrund der sinkenden Schülerzahlen könne nicht jede der elf Grundschulen im Stadtgebiet auf Dauer Bestand haben, sind Befürchtungen der CDU in puncto Standortschließungen durchaus nachvollziehbar.

Denn die Mehrheit der CDU-Fraktion im Stadtrat hält nach wie vor an allen elf Grundschulstandorten fest. Diese Haltung wurde von der ehemaligen Verwaltungsspitze auch immer gestützt. Es gibt aber auch Stimmen aus den Reihen der CDU, die einer Grundschuldebatte offen gegenüberstehen. Man darf also gespannt sein, welche Dynamik das Thema Grundschulschließungen künftig annehmen wird.

Eines ist von vornherein klar. Der demografische Wandel wird Auswirkungen auf die Schülerzahlen haben. Die Folge: Kleine Grundschulen werden noch kleiner. Im Gegenzug werden sich die größeren Ganztagsschulen weiter entwickeln. Und dann wird nicht die Politik, sondern die Familie vor Ort über das Schicksal der kleinen Dorfschule entscheiden. Sie steht dann nämlich vor der Frage, ob es vielleicht nicht doch besser ist, das Kind zu einer größeren Schule zu schicken, auch wenn diese ein paar Kilometer entfernt ist.